Epoch


‘Evolution. Is this the beginning or the end?’


Originaltitel: Epoch (2000)
Regie: Matt Codd Drehbuch: Jonathan Raymond & Phillip J. Roth
Darsteller: David Keith, Ryan O'Neal, Stephanie Niznik FSK: 12


’Epoch’ - Wieder einer dieser Videotheken-Titel, an denen man jahrelang naserümpfend vorbeigegangen ist, ohne je einen Gedanken an tatsächliche Ausleihe zu verschwenden.
Irgendwann hat man ihn dann halt in einer ’Cheaper by the Dozen’-Videosammlung mit drin und da Mutti schon immmer ’Den Teller leer essen!’ predigte, muss auch die olle VHS-Kiste bis zum Grund geleert und konsumiert werden.

"Ja, von da oben sind sie gekommen. Das war 'ne schöne geschlossene
Höhle hier bis die kamen. Diese Typen kennen einfach kein Pardon!"

’Epoch’ handelt von einer Felsformation, die sich nach einigen Erdbeben eines Tages aus dem Boden des fernöstlichen Kleinstaates Bhutan erhebt und ominös im Himmel vor sich hin schwebt. Unsere Freunde, die Amerikaner sind gleich Feuer und Flamme und stürmen mit allerlei Militär- und Wissenschaftspersonal vor Ort, auch wenn sie die Angelegenheit rein territorial-technisch einen feuchten Kehrricht angeht. Aber die Unabhängigkeit des Landes interessiert auch China nicht und die verdammten Kapitalisten wollen sie schon gar nicht in ihrer Nachbarschaft wissen. Der amerikanische Abgesandte (Ryan O’Neal) will keinen Krieg provozieren, verweigert den chinesischen Militärs aber den Zugang zum ’Monolithen’.
Derweil forscht Wissenschaftler Rand (David Keith) unter der Aufsicht von Dr. Czaban und Captain Tower (Brian Thompson) im Inneren des Gebildes und stößt auf unglaubliche Erkenntnisse, die nicht nur den Ursprung der Welt erkären, sondern auch deren Schicksal bestimmen könnten…

David Keith! (bitte nicht verwechseln mit Keith David
oder mit den Carradine Brüder David & Keith!)

’Epoch’ vermengt Elemente bekannter Science Fiction-Filme wie ’Cocoon’, ’Armageddon’ und sogar ’Aliens’ zu einem durchschnittlichen, wenn auch effektreichen Mystery-Katastrophen-Spektakel, dessen visuelle Trick-Qualität von erbärmlich bis passabel reicht. In der Cast sind fähige Darsteller wie David Keith (’Firestarter’), Brian Thompson (’Dragonheart’) und Ryan O’Neal (’Driver’) zu finden. Jene drei verpassen dem Film eine sympathische Note, die über die gröbsten Logikschnitzer und Langstrecken-Langeweile hinweghelfen. Außerdem ist James Hong (’Missing in Action’) in einer Nebenrolle als chinesischer Diplomat ’Masada’ (seeeehr chinesisch!) zu sehen.
Das hanebüchene Script zeigt uns übrigens mal wieder, dass US-Amerikaner alles machen können was sie wollen und sei es das willkürliche Zünden einer Atombombe irgendwo am Arsch der Welt. (Bhutan? Is dat nisch so’n Gas? Zündet es an! Mal sehen, was passiert…)

Fragt mich nicht, was das ist...
Ich tippe auf 'ne missglückte Heldenpose.

Fazit: ’Epoch’ ist leidlich spannender Science-Fiction-Stoff, der trotz ansprechender Darsteller im durchwachsenen Effekt-Hagel und unsinnigen Ideen- und Ideologien-Schwall untergeht.


Hudson