Destroyers

aka

Eliminators – Cäsars Rückkehr


‘Out of the bowl... and TOTALLY out of control!’


Originaltitel: Eliminators (1986)
Regie: Peter Manoogian Drehbuch: Danny Bilson & Paul De Meo
Darsteller: Denise Crosby, Andrew Prine, Patrick Reynolds FSK: 16


Ein Mandroid- halb Mensch, halb Maschine wird von dem verrückten Wissenschaftler (gibt es eigentlich normale?) Dr. Reeves dazu missbraucht, seine verrückten Welteroberungspläne zu verwirklichen. Da Reeves und sein Assistenz-Arzt Dr. Takada auch eine Zeitmaschine bei der Hand haben, schickt man den Cyborg wohin? Natürlich ins alte Rom, denn wenn schon Weltherrschaft, dann als Caesar, gelle? Nun ja…

Yeah! Super-Mario-Kart mit
Cyborganismen und "Lasern"!
Nach getanem Einsatz soll Robokopp verschrottet werden, was dem gütigen Takada und auch dem Robi selbst nicht wirklich schmeckt. Die Flucht aus Reeves’ Labor im mexikanischen Urwald gelingt dank Kettenfahrzeug-Untersatz Deluxe (siehe Cover). In den guten alten Staaten angekommen, wendet sich der Mandroid (getarnt mit Mantel und Hut) an Col. Hunter (Denise ’Tasha Yar’ Crosby), die einst das Fundament für seine Chips gebastelt hat.
Nachdem er der Dame seine Lebensgeschichte vorgetragen hat (Pilot, über dem Dschungel Mexikos abgestürzt, vom ’Mad Scientist’ re-animiert etc. etc.), will er auch schon wieder abdampfen und zurück nach Mexiko, um den verrückten Reeves zu eliminieren (ziemlich langer Weg, für ’nen Plausch, gelle?). Doch Col. Hunter besteht darauf, sich ihm anzuschließen, da Reeves angeblich ihr “…Lebenswerk gestohlen…“ hat (und vielleicht auch, damit der Mandroid den langen Weg nicht ganz umsonst gemacht hat). In Mexiko machen die beiden Bekanntschaft mit dem schrägen Abenteurer Harry Fontana, der sie (vorbei an Kneipenschlägereien und Verfolgungsjagden per Motorboot) über den Fluss in den Dschungel bringt. Doch dort lauert die Gefahr nicht nur in Form von Reeves’ debilen Handlangern…

Die No. 1 Location für einen hippen Videoclip-Dreh!

“Quo Vadis… Was bedeutet das?“
“Das ist italienisch und heißt: Wir treten dir in den Arsch!”

Und so isses auch. ’Destroyers’ aka ’Eliminators - Cäsars Rückkehr’ kicks unholy ass! Der Film macht einfach Laune, hat herrlich überzogene Action, versprüht tollen Abenteuer-Charme und ist mit skurrilen Charakteren geradezu gepflastert.

“Schaut mal, was mir der
Caligula geliehen hat!“
Davon abgesehen gibt es hier beinahe alles, was der phantastische Genre-Film zu bieten hat: Einen von Gefühlen geplagten Cyborg (ein Jahr vor ’RoboCop’ wohlgemerkt!), Zeitreisen, die erste Sicherheits-Offizierin der ’Enterprise’, einen R2-D2-Gedächtnis-Roboter, Flussfahrten, Urmenschen, Laser-Schlachten zwischen einem Panzer-Rollstuhl und einer Bande Trikes, römische Centurions und Conan Lee als muskulösen Ninja mit Goldkettchen! Dazu kommt eine Prämisse, von der Trash-Fans sonst nur träumen können und die auch den (vergleichsweise) eher preiswerten Ausstattungs-Karton ordentlich rappeln lässt.
Cyborg John sieht mit seinem riesigen CPU-Tornister zwar aus wie ein Erstklässler auf dem Weg zur Schule, aber sein ’fahrbarer Untersatz’ ist das coolste Utensil, das ich seit langem in einem B-Movie gesehen habe. Denise Crosby (’Friedhof der Kuscheltiere’) ist nicht nur für ’Trekkies’ ein netter Anblick, Roy Dotrice (bekannt als ’Vater’ von Ron Perlman aus der 80er TV-Serie ’Die Schöne und das Biest’) gibt auch einen ordentlichen Mad-Scientist ab, Andrew Prine (’Grizzly’) überzeugt als siffiger Halunke mit Herz und Conan Lee (’Prince of the Sun’) rockt schlichtweg alle letzten Ninja-Konventionen vom Schirm.

Wunder der Technik:
Ein Bodybuilder-Borg und die Camou-Version von Eule Bubu

“Sie haben Roboter, sie haben Neandertaler, sie haben Kung Fu… Was braucht man mehr, um glücklich zu sein?!“

Nicht viel. Nach seinem Segment des unfassbar schlechten ’Herrscher der Hölle’ gelang Regisseur Peter Manoogian mit ’Destroyers’ ein sinnfreier Spaß, der unter diesem Label durchaus als großer Wurf bezeichnet werden kann. Die Zusammenarbeit von Produzent Charles Band mit Manoogian sorgte auch im ähnlich spinnerten ’Arena’ für ganz großes B-Kino.

Hudson