Dr. Strange


‘In every age and time one of us is called to join the battle’


Originaltitel: Dr. Strange (1978) Regie: Philip DeGuere
Drehbuch: Philip DeGuere, Steve Ditko & Stan Lee
Darsteller: Peter Hooten, Clyde Kusatsu and Jessica Walter FSK: 16


'Schmeiß den Oppa von der Brücke'-Pictures presents...

“There is a barrier that separates the known from the unknown. Beyond this threshhold lies a battleground where forces of good and evil are in eternal conflict. The fate of mankind hangs on the balance and awaits the outcome. In every age and time some of us are called upon to join the battle.“ Freiwillige vor!

This is where the magic happens. Yes, all of it...

Warte, warte, warte! Mal schauen, ob ich das richtig verstanden habe: In einer Zwischendimension sitzt ein riesiges kackwurstähnliches Wesen mit glühenden Augen und schickt die Zauberin Morgan Le Fey (die Mama von Mordred aus der Artus-Sage) auf die Erde, um den Magier ’the Ancient One’ aka ’Thomas Lindmer’ aka ’Merlin the Magician’ (der, aus den english lessons der Cornelsen-Lehrbücher) auszulöschen. Morgan besetzt den Körper der jungen Clea Lake (Dori Doreau aus ’Sledge Hammer’), welche den auf der Erde wandelnden Zauberzausel eine Autobahnbrücke herunter schubst und schließlich in der Anstalt des Psychologen Dr. Strange landet. Lindmer hat den Sturz allerdings überlebt und begibt sich ebenfalls in die Klapsmühle, um Dr. Strange die Geschichte in all ihren irren Facetten zu erklären und ihn zu bitten, sein Erbe anzutreten, in die Zwischendimension zu reisen, um Clea vom Geist der Hexe zu befreien und die Welt vor dem Bösen zu retten. Ist das so richtig?! Kann mir das einer bestätigen?

Die Spinnerin Morgan
bringt Kummer und Sorgen
Leider ist meine Kenntnis über zweitklassige Superhelden nicht groß genug, um beurteilen zu können, ob sich ’Dr. Strange’ an die Vorlage hält. Aber nehme ich andere Beispiele, wie die unsäglichen ’Captain America’-Filme der späten Siebziger oder die albernen frühen ’Spiderman’-Streifen, zum Vergleich, kann ich mir durchaus vorstellen, dass hier vieles zurecht gekürzt und fernsehtauglich gequetscht wurde. Geschenkt. Wie funktioniert der Film als Film? Kaum. ’Dr. Strange’ braucht eeewig, um in die Gänge zu kommen und dann ist es auch nur der erste Gang, in dem der gute Doctor in den Humbug schließlich einwilligt, zu funkiger Fahrstuhlmusik durch ein paar Kaleidoskop-Effekte fliegt, sich dem finsteren Ritter Morgan Le Feys entgegen stellt, ein paar Zauberworte sagt und schon gewonnen hat. In other words: Boooooooooooooooring. Aber bunt.
TV-Darstellerin Jessica Walter als Morgan LeFey kann man in ihrem knappen Kostüm noch am ehesten als Blickfang bezeichnen, doch pseudomystisches Gebrabbel (“On the Astroplanes, action follows thoughts!“), eine unausgeglichene Musikauswahl (schwülstige Streicher, anachronistisch wirkende Orgelklänge und gelegentlich etwas Funk) und dramaturgische Verwirrung, die schnell zu Desinteresse führt, dürften den Zuschauer komplett kalt lassen.

The Doctor of Love, the Doctor of Fashion, the Doctor of Postures

Fazit: Strange, ja. Doktor, nein. Vielleicht Pfleger Strange oder Praktikant Strange. Einen Titel hat sich dieser Superheldenkäse wirklich nicht verdient. Aber vielleicht, und das räume ich als Unkundiger der Vorlage durchaus ein, muss das ja alles so sein und der Film ist ein clever ironisches Begleitstück zur Vorlage. Wäre nicht der erste Witz, den nur ich nicht kapiere.



PS: Immerhin müssen Sammler und Fans von Actionfiguren lediglich auf die Toilette gehen und gepflegt einen wegdrücken, um in den Besitz einer Ausgabe des bösen Überwesens hier zu kommen...

Trocknen lassen!















Hudson