Draculas Todesrennen



Originaltitel: Crash! (1977)
Regie: Charles Band Drehbuch: Marc Marais
Darsteller: José Ferrer, Sue Lyon, John Ericson FSK: 16


’Draculas Todesrennen’? Momentchen mal! Da gab es doch zuvor einen Film ganz ähnlichen Titels. Nein, ’Crash!’ (Originaltitel) hat nichts mit ’Death Race 2000’ aka ’Frankensteins Todesrennen’ zu tun und ist davon abgesehen nicht annähernd so unterhaltsam wie Paul Bartels Future-Racer.

Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer bellen!

Die Story handelt vom alten Knacker Marc Denne (Jose Ferrer), dessen junge, hübsche Frau Kim einst für einen Autounfall verantwortlich war, der ihn direkt in den Rollstuhl schickte. Verbittert nutzt Denne jede Gelegenheit, seiner Frau ihre Schuld unter die Nase zu reiben und ihr das Leben zu Hölle zu machen. Jegliche Versuche ihrerseits, ihn zu besänftigen oder in ein normales Leben zurückzukehren werden nur mit neuen Stänkereien und Repressionen erwidert, die ihren Höhepunkt finden, als Denne seinen abgerichteten Killerhund auf Kim ansetzt, die in ihrem schwarzen Camaro durch die Berge düst. Angefallen von der Dobermann-Bestie, im Auto einen Looping hingelegt und verkehrtherum im Staub gelandet, landet sie im Krankenhaus. Befund: Gedächtnisverlust. Das einzige, was man bei ihr findet ist ein Schlüsselbund, an dem ein Talismann, ursprünglich ein Geschenk für ihren Mann, hängt. Diesem wohnt der hethitische Dämon Akazar inne, welcher sich jetzt Kim’s Körper bemächtigt und per Telekinese den zerbeulten Camaro über amerikanische Landstraßen schickt, um zu morden…

… achja! Und in Dennes Rollstuhl, der daraufhin dessen Dobermann überfährt (ca. 10 mal!).

Bride of Freddy: Ole Red Eyes

Ja, richtig gelesen! Reichlich verrückter Nonsens, den uns Produzent und Regisseur Charles Band (’Metalstorm’) hier auftischt. Mischt Okkult-Horror mit Car-Crash-Action und nimmt das ganze auch noch ernst. Dass der Film nicht einmal 100.000 Dollar gekostet hat, sieht man ihm allerdings nicht an. Klar ist dies keine Hochglanz-Produktion, aber die Action-Sequenzen, vor allem die Auto-Stunts machen (jedenfalls für diese Preisklasse) einiges her. Leider gingen Band zum Ende hin scheinbar sowohl die Ideen, als auch das Geld aus. Also packte er einfach noch einmal alle aufwändigen Stuntszenen in eine Art ’Rückblende’ und gewann so etwas Zeit, verlor aber jeden Anspruch, originell zu wirken.
Dass sich José Ferrer (’Sein oder Nichtsein’, ’Dune’) hierfür hergab, hatte sicherlich vor allem finanzielle Gründe. Berauschend ist weder seine Leistung, noch die der anderen Darsteller.

Zur Aufklärung: Dieses Bild zeigt den Mord an einem Hund
mittels eines Rollstuhls, durch dessen Perspektive.
(ja, die Perspektive des Rollstuhls!)

Fazit: Vroom, vroom, crash, boom! Fieser Hokus Pokus und qualmende Autowracks; wenn ihr neugierig auf diese Kombination seid, dann schaut mal rein. Wenn nicht, schaut raus.

Nool