Doom


"Hell Breaks Loose."


Originaltitel: Doom (2005) Regie: Andrzej Bartkowiak
Drehhbuch: Dave Callaham & Wesley Strick
Darsteller: Dwayne 'The Rock' Johnson, Karl Urban, Rosamund Pike FSK: 18


Eigentlich ist es uns schon seit ’Scorpion King’ klar, aber jetzt steht es endgültig fest: Der gute Herr Schwarzenegger kann sich nun vollständig und ohne schlechtes Gewissen seiner Politik-Karriere widmen (oder weiß der Teufel, was er sonst noch so für witzige Ideen hat). Denn mit Dwayne ’The Rock’ Johnson haben wir jetzt einen durchaus würdigen Nachfolger gefunden.

Big Fuckin' Guys!
Er gibt in ’Doom’, der Verfilmung des gleichnamigen Computerspiels, den knallharten ’Sarge’ (mit ’Semper Fi’ Tattoo in Schriftröße 1000 auf dem breiten Kreuz), der mit seiner Truppe von nicht minder harten Space Marines zu einem Spezial-Auftrag abkommandiert wird. In den unterirdischen Laboren des Wissenschaftskomplexes der UAC auf dem Mars, ist es zu einem äußerst beunruhigendem Zwischenfall gekommen. Es werden 6 Wissenschaftler vermisst. Der ’Sarge’ und seine Crew machen sich also durch den sogenannten ARC auf, zum Einsatzort. Das heißt, sie lassen sich in einen Glibberklumpen saugen und durchs All schießen und kommen dann kotzend auf dem Mars an. Ihre Aufgabe dort ist es nun, die Wissenschaftlerin Dr. Samantha Grimm (Rosamund Pike) zu begleiten, die in den evakuierten Laboren wichtige Forschungsergebnisse sichern soll. Darauf, dass sie die Schwester des Soldaten und zweiten Hauptdarstellers John Grimm (Karl ’Eomer’ Urban) ist und es da in der Vergangenheit wohl einige Streitigkeiten gab, wird im weiteren Verlauf glücklicherweise nicht wirklich tief eingegangen. Schließlich wollen wir bei ’Doom’ keine Tränen, sondern Blut fließen sehen. Spätestens, als die Marines den schwerverletzten Wissenschaftler Dr. Carmack finden, steht fest, dass sich in den schlecht beleuchtete Korridoren etwas auf hält, das besser eliminiert werden sollte.

Big Fuckin' Monster!
Wie sich herausstellt, haben die Forscher mit einer gen-verändernden Substanz herumexperimentiert und das Ganze an einem Menschen getestet. Das Ergebnis sind lauter widerliche Zombies, die durch die Gänge huschen und allen an den Kragen wollen. In Zweiergruppen machen sich die tapferen Soldaten auf, um die Labore zu sichern und die Ausbreitung einer Epidemie auf die Erde zu verhindern. Im folgenden Abschnitt wird also fleißig rückwärts durch die Flure geschlichen, durch knietiefes Wasser gewatet und vorsichtig um die Ecken gelinst…nicht mal die streikende Taschenlampe fehlt.
Der Film ist wirklich sehr atmosphärisch und blutige Forscherleichen in Fahrstühlen, schummrige Wissenschafts-Labore und schmuddelige Toiletten sorgen für die richtig düstere Videospielstimmung. Die Ego-Shooter-Sequenz zum Ende des Films, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Endlich sind auch richtig viele Monster zu sehen (ich hab mir sagen lassen, das es in den Spielen eine noch größere Auswahl von Kreaturen gibt) und es spritzt literweise Blut und Hirn.

BIG FUCKIN' GUN!

Obwohl ich selbst nicht zum illustren Kreis der ’Doom’ Spieler gehöre (ich ziehe dem doch eher die ’Sims’ vor), muss ich sagen, dass ich meine Freude an dem Film hatte. Regisseur Andrzej Bartkowiak (’Romeo must die’) ist es gelungen, eine sehr unterhaltsame Baller-Orgie zu inszenieren. Und wenn dann auch noch ’The Rock’ zeigt, was er in seiner Zeit beim Wrestling alles gelernt hat, dürfte wirklich kein Action-Fan-Auge mehr trocken bleiben.

Leone