Der große Knall



Originaltitel: Le Big Bang (1984) Regie: Picha Drehhbuch: Tony Hendra
Darsteller: Fred und in einer Nebenrolle: Conan der Barbar FSK: 16


Das ist wirklich ein großer Knallbonbon, den uns Picha, ein Meister der 'Foul-Animation’ da präsentiert.

Kein Frage: Das ist Kunst!
Fred ist ein Superheld der anderen Art. Zurückgezogen lebt er hinterm Mond gleich links, mit seiner Frau, die ständig am quäken ist und seinem Baby, das Superheldenkämpfe mit Daddy ausstreiten will. Ach ja, er arbeitet auch mit Conan und Darth Vader bei der Intergalaktischen Müllabfuhr. Als die 3 gerade etwas entsorgen, dass verdächtig nach E.T.’s Leiche aussieht, bekommt Fred einen Funkspruch vom Obersten Wesen der Galaxis.
Die Erde ist durch einen atomaren Zwischenfall in zwei Staaten/Landmassen namens U.S.S.S.R (wo die Männer wohnen, die nach dem Atomkrieg alle ohne Arsch nach Hause kamen!!!) und Vaginia (ja, da wohnen die Frauen, die für die arschlosen Männer nur noch Spott übrig hatten) geteilt. Diese beiden Staaten führen einen kalten Krieg, angeheizt durch ihre jeweiligen Führer.
Und da Superman in der Galaxis der Schwulen-Emanzipation weilt und Wonderwoman in ihrer Schwangerschaft zu fett ist, muß nun Fred auf die Erde, um alle NuklearWaffen einzusammeln und so den Frieden des Unsiversums gewährleisten.

Darf man Hitler
als Roboter zeigen?
Keine Filmbesprechung kann auch nur ansatzweise das beschreiben, was jetzt folgt. Versuchen wir’s trotzdem Mal:
Fred gerät während seiner Reise erstmal an Gott und Jesus selbst, um kurz später in der USSSR zu landen. Hauptstadt Washingrad. Im Radio spielt „We were the world.“ Das Wetter: Gebietsweise Atompilze. Eine Militärmaschinerie, die alles wegbombt was nach Gefahr oder Protest am Staat aussieht und Kampfdroiden aus Hitlersperma und japanischen Kleinwagen.
Wie er hier wieder rauskommt, sein Abenteuer in Vaginia und die unvermeidliche finale Schlacht zwischen den beiden Mächten und deren Supperwaffen muss nun wirklich selbst erlebt werden.
Picha zündet hier ein Gagfeuerwerk an Geschmaklosigkeiten ab, das von der ersten bis zur letzten Minute durch Fantasie und einer gehörigen Portion Gaga überzeugen kann. Sein Zeichenstil ist irgendwo zwischen Bakshi und Uderzo angesiedelt und passt zum Thema des Films wie ’Der Große in die…ach Mensch, einfach selbst ankucken.

"Genfer Konvention?"

An das Ding ist sehr schwer ranzukommen, aber für Fans der Foul-Animation und Filmen mit dem gewissen Etwas an Nonsense genau das Richtige. Zieht’s Euch rein!

Hudson