Demon Warp


‘Enter a prime-evil world of future shock and alien terror.’


Originaltitel: Demonwarp (1988) FSK: ungeprüft Regie: Emmett Alston
Drehbuch: Bruce Akiyama, Jim Bertges, John Carl Buechler
Darsteller: George Kennedy, David Michael O'Neill, Pamela Gilbert


Wer kennt das nicht:
Man sitzt mit seinem Opa in einer heimeligen Blockhütte, spielt eine Runde Trivial Pursuit und plötzlich kommt ein Yeti zur Tür herein, wemst Opa um, wirft euch über die Schulter und hechtet in den Wald.

"Seien sie auf der Hut!"
"Ich mach hier die Sprüche!"
So geschehen bei ’Demon Warp’ einem selten dämlichen Backwood-Horror-Träscher der Güteklasse C mit Funsiegel und Stuß aus Eimern.
Einige Zeit später trudeln auch die obligatorischen Jugendlichen im Wäldchen ein, wollen besagte Blockhütte in Beschlag nehmen und werden erst einmal von Opa Bill (George Kennedy) gewarnt, den Ort besser zu verlassen, da hier jetzt schließlich Bigfoot herrscht. Den Kids (u.a. Billy Jayne, der ’Mikey Randall aus ’Parker Lewis’) ist das selbstverständlich wumpe und zu feucht fröhlichen Sprüchen (“Hey Fred, pass auf, dort draußen gibt es fürchterliche Monster. Die nagen deine Eier an!“) wird herumgealbert, bis die Nacht kommt und mit ihr Zotti, das Urvieh. Nachdem es zwei Youngsters und das Auto dahingerafft hat, zieht der Rest in die Wälder, um Hilfe zu finden.
Dort turnen auch zwei freizügige junge Damen und ein naturliebender Wander-Nerd herum, die ebenfalls bald blutige Bekanntschaft mit dem Yeti machen. Doch nicht nur das grunzende Fellungetüm macht die ’Demon Woods’ unsicher, auch Zombies schlurfen plötzlich durchs Unterholz und in einer Höhle wartet eine außerirdische Macht, die den ganzen Wahnsinn verursachte und alles Leben auf der Erde unterwerfen will…

Zombie ABM: Am Rad drehen

Eieieiei, das war mal wieder ein ernst gemeinter Versuch, seinen Film unter die Definition des Wortes ’Trash’ im cineastischen Wörterbuch zu packen.
Was haben wir?
Minus: Keinerlei Story, unglaublich talentlose Knallchargen, schlechtes Bild. Plus: Einen zotteligen Bigfoot aus dem Kreaturen-Fundus von Trashial FX-Experte John Carl Buechler (’Der Todesjäger’, ’Troll’), überhaupt recht blutige Effektereien, ein quiekendes Glotter-Alien mit Hakenhand, Trash-Zombies (u.a. ein Pfarrer der Beschwörungsformeln murmelt: “Astrid ist der Herr. Astrid ist der Herr… ich habe seinen Tisch bereitet!“) und Fred Olen Rays Lieblings-Luder Michelle Bauer, die sich recht bald ihres Oberteiles entledigt.
Neutral: Schwankendes Synthie-Geleier, die deutsche Synchro (’Six Foot Murder Beast’ wird mit ’Sechsfüßige Mörderbestie’ übersetzt) und George Kennedy, der einen gelben Hut trägt (“… damit mich das Monster besser erkennen kann.“)

Müde bin ich, geh nach Haus, pule meine Augen raus

Schlechtgelaunte Zeitgenossen könnten an dieser Stelle alles in die Minus-Sektion packen, aber wenn ’Trash kann’, dann kann er auch ruhig gewürdigt werden. Empfehlen kann ich dieses schwachsinnige Machwerk natürlich niemandem, der mit schlechten Filme nichts anzufangen weiß. Aber der Rest wird diesen Code schon verstanden haben. Grüße auch an den Getränkewart!


Hudson