Deep Star Six


"Not All Aliens Come From Space. Save Your Last Breath...
To Scream."


Originaltitel: Deep Star Six (1989) Regie: Sean S. Cunningham
Drehhbuch: Lewis Abernathy & Geof Miller
Darsteller: Greg Evigan, Miquel Ferrer, Nancy Everhard FSK: 18


1989 war das große Jahr der Unterwasser-Tiefseespektakel. Neben James Cameron (’The Abyss’), tauchten auch George Pan Cosmatos (’Leviathan’) und ’Freitag der 13.’ Schöpfer Sean S. Cunningham mit vorliegendem Monster-Schocker ’Deep Star Six’ in die Tiefen des Ozeans hinab.

Die Matte hält auch
in der Tiefsee warm.
Ähnlich, wie bei den beiden Rivalen, geht es hier um eine Unterwasser-Station und deren Crew, die sich mit widrigen/übernatürlichen Umständen herumärgern muss (naja, ’MacBeth’ unter Wasser wäre auch albern). Die Station ’Deep Star Six’ wird von Wissenschaftlern geleitet, die auf dem Meeresboden Untersuchungen anstellen und dabei eine Höhle freilegen, in der ein prähistorisches Krebsmonster lauert. Die weitere Handlung verläuft nach Schema F: Monster flieht, Monster macht Sachen kaputt, dann macht Monster Menschen kaputt.


Na wenigstens ist das
Monster packend...
Dass wir das alles schon besser gesehen haben, steht (zumindest nach Betrachtung des Gesamtwerks) kaum zur Frage. Die Ausstattung ist weder außerordentlich überzeugend, noch übermäßig schrottig. Effektarbeit unter Wasser und das Monster-Design sind brauchbar, der Score ist aber platt und lässt jegliche schaurige Finesse leider völlig vermissen.
Während der ersten ¾ Stunde gibt es kaum Interessantes zu bemerken, lediglich viel technisches und zwischenmenschliches Blabla, beides eher uninteressant für den Standard-
Monster-Film-Freak. Witziger sind da schon einige Dialog-Schoten, die wohl die Herkunft des Monsters (noch vor dessen Ankunft) erklären sollen:
“Könnten Meeresgeschöpfe überlebt haben, wenn sie von der Lava eingeschlossen wurden?“
“Ja, ich glaube, es wäre schon möglich.“
“Sie könnten also tausende von Jahren alt sein!“
“Vielleicht sogar Millionen!“
Die Schauspieler versuchen gegen sie Flachheit ihrer Rollen anzuspielen, die wieder einmal wie Abziehbilder von Genre-Primus ’Aliens’ wirken (energische Wissenschaftlerin, tapferer Recke, aufopfernder Captain und feiger Verräter; also ’Ripley’, ’Hicks’, ’Apone’ und ’Burke’ für Arme). Wirklich hervorstechen kann allein Miquel Ferrer (’Hot Shots 2’), der überhaupt immer ein gerngesehener Darsteller ist.

"Schnell, zum 10 Meter Brett!"

’Deep Star Six’ ist trotz des ungewöhlichen Settings ein gewöhnlicher Monster-Film, bei dem der (potentiell vorhandene) Funke einfach nicht überspringen will und für den die Bezeichnung ’Geht so’ scheinbar erfunden wurde.

Nool