Dead Men don’t die



Originaltitel: Dead Men Don't Die (1991)
Regie & Drehbuch: Malcolm Marmorstein
Darsteller: Elliott Gould, Melissa Sue Anderson, Mark Moses FSK: 16


“Der Verrückte, der seine Familie zu Koteletts verarbeitet… das sollten sie öfter zeigen.”

Die Hand ist noch da -
Aber wo ist die Handlung?
Alle Sonderwünsche der Putzfrau und Voodoo-Mama Chafuka kann Anchorman Barry Barron (Elliot Gould, ’Der Tod spielt mit’) nicht erfüllen, aber einen kann er ihr schließlich nicht ausschlagen. Als der tapsige Barry in ein Kokslager im Sendegelände stolpert und damit seine Karriere auffrischen will, knallen ihn die überraschten Dealer kurzerhand ab. Chafuka findet die Leiche ihres Idols und lässt Voodoo-Mächte sinnlos walten. Ins Un-Leben zurückgerufen (“Du bist echt tot!“ “Ohhh!“ “Du bist ein Zombie!“ “Ahhh“) erklärt sie sich zu seiner Hohepriesterin und Managerin und lässt den röhrenden Untoten seinen Job mithilfe einer Voodoo-Puppe wieder ausüben. Doch nachdem seine Killer ihn in der Glotze sehen und beschließen, ihr Werk zu vollenden, geht alles schief und Chafukas Künste werden einmal, zweimal, dreimal mehr benötigt…

“Streit um einen Parkplatz fordert 3 Menschenleben. Bullterrier beisst Bullen. Weitere Berichte und schlimmeres dann um elf.“

Echte Polizeiarbeit
Grunz, Stöhn, Bäääh! Was hat sich Elliot Gould nur dabei gedacht, sich dem Ensemble dieser unterirdischen Un-Komödie anzuschließen. Ich hoffe von der Kohle hat er sich ein wunderschönes Strandhaus auf den Bahamas geleistet und vielleicht war eine Gedächtnislöschung auch noch drin. Wie dem auch sei, ’Dead man don’t die’ ist faulig-lahmes Film-Fallobst mit Würmern. Der dickste Wurm heißt hier Malcolm Marmorstein und war als Regisseur und Autor tätig. Dem Mann fehlen nicht nur Talent und Ideen, sondern auch die Gabe, seinen fabrizierten Schmonsens unterhaltsam zu verpacken.
Tja, wie sagte das alte Sprichwort schon: Marmorstein und Eisen bricht. Recht hat’s! Gould beim Grimassenschneiden zu beobachten, ist fast noch ein peinliches Vergnügen, ’Desperate Houseman’ Mark Moses spielt einen deppschen Cop, der immer wieder eine Leiche findet, die immer wieder verschwindet und die dicke Mabel King (’Die Geister, die ich rief’) als Voodoo-Mama mit ihrem ’Jambala’-Gemurmel geht dem Zuschauer einfach nur auf die Klötzer. Apropos Klötze: Die Konserverythmen, die hier als Musik verkauft werden, sind noch der beste Witz. Zu dumm, dass er 90 Minuten lang ist.

Funny Zombies... they creep me out

Zombies sind eine der tollsten Erfindungen der Filmgeschichte. Dass es immer wieder hirnerweichende Komödien geben muss, die sie zum platten Stolper-Gag degradieren, ist einfach zum Kotzen. ’Dead Men don’t die’ ist einer dieser Filme. Muss ich wirklich mehr sagen…


Hudson