Dead Heat


‘These cops are on the biggest murder case of their lives... their own.’


Originaltitel: Dead Heat (1988) Regie: Mark Goldblatt Drehbuch: Terry Black
Darsteller: Treat Williams, Joe Piscopo, Lindsay Frost FSK: 18


Doug Bigelow (Joe Piscopo, ‘Sidekicks’) und Roger Mortis (Treat Williams, ‘1941’) sind zwei Action-Cops, die aufgrund ihrer rabiaten Methoden des öfteren Ärger in der Abteilung haben und “…für jeden Möchtegern Rambo eine Zielscheibe sind.“

Wenn ihr denkt, die Flecken
gehen schwer raus, solltet ihr
die Löcher darunter sehen!
Ihr letzter Fall drehte sich um die Festnahme zweier schwerbewaffeneter Schmuckräuber, die erst nach aggressivem Einsatz unkonventioneller Mittel zu bändigen waren. Als Gerichtsmedizinerin Rebecca die beiden Leichen der Täter obduziert, findet sie nicht nur Spuren einer seltsamen Chemikalie, sondern ist sich auch sicher, dass sie beide Körper schon einmal auf ihrem Tisch zu liegen hatte. Unmöglich?
Roger und Doug folgen ihrer Spur zu einem Laboratorium und stoßen auf taube Ohren. Als Doug auf eigene Faust im Gebäude herumschnüffelt, entdeckt er eine Apparatur mit der man tote Menschen re-animieren kann. Bloß gut, denn Roger stirbt kurz darauf und hat dank der Wiederbelebung durch seinen Partner noch 12 Stunden Zeit, den Fall zu lösen, bis die progressive Verwesung seinen Körper in einen Matschklumpen verwandelt hat…

“Was meinen Partner betrifft, er ist…“
“Ein Neandertaler?“
“Ja, aber ein netter Neandertaler!“

Herrlich!
Ein Cop-Buddy-Movie mit Untoten. Wo bitte hat man so etwas sonst je gesehen?!

Sieht man auch nicht alle Tage:
Ein menschlicher Saugwels.
Allen Unkenrufen zum Trotz funktioniert diese Mischung hervorragend. Vor allem die beiden Hauptdarsteller liefern eine kuriose Show ab, die sich erstaunlich passend in den Plot mischt.
Der sprücheklopfende, Rasierklingen schmuggelnde Goofy-Proll Doug und sein Partner Roger, dessen Eitelkeit sich überhaupt nicht mit dem Verfall seines Körpers verträgt, sind Herz und Seele dieses zuweilen recht brachialen Amalgamats aus Action, Horror und Komödie.
Gastauftritte von Prof. Toru Tanaka (’Running Man’) und Robert Picardo (’Meine teuflischen Nachbarn’), schrill-verrücktes Make-Up (vom ’Zombie Donald Duck’ bis zu Rogers Verwesung), heiße Schiessereien, gediegene Splattereinlagen und zwischendurch immer wieder ein flotter Spruch (“Mann, Rogi, ich hab dich anders in Erinnerung, du siehst aus, wie ein angebrannter Zwiebelkuchen!“), das alles und noch viel mehr findet man im Erstling von ’Punisher’ Regisseur Mark Goldblatt (der sich danach leider vom Regiefach verabschiedete und später als Cutter für Big Budget Streifen wie ’Pearl Harbor’ und ’Starship Troopers’ verantwortlich war).
Und wenn am Ende Horror Legende Vincent Price persönlich auf der Bildfläche erscheint, um als Werbeträger für das ewige Leben zu fungieren, sollte auch für den letzten Zweifler die Rechnung aufgehen!

Blaues Sakko, Hawaii-Hemd &
Brust-Flokati. DAS sind die 80er!


’Dead Heat’ ist der köstliche Ausflug einer Actionkomödie ins Reich des Horrors, irgendwo zwischen ’Lethal Weapon’ und ’Re-Animator’. Was beim ersten Hören vielleicht unvereinbar klingt, funzt auf dem Bildschirm granatenstark. Anschauen!

Hudson