Dark Society


‘You are what They eat’


Originaltitel: Society (1989) Regie:
Brian Yuzna Drehbuch: Rick Fry & Woody Keith
Darsteller: Billy Warlock, Connie Danese, Ben Slack FSK: 18


Der Billy. Der Warlock.
Billy Whitney (Billy Warlock) ist der jüngste Spross einer neureichen Beverly Hills-Schnösel-Familie, hat aber immer das Gefühl etwas vernachlässigt zu werden und nicht wirklich dazu zu gehören. Ihn plagen verrückte Alpträume und widerliche Visionen, auch sein Psychater ist ihm keine große Hilfe. David, ein Ex-Freund seiner Schwester spielt ihm ein Band vor, auf dem seine Familie bei inzestuös-kranken Plauderien und abartigen Aktivitäten zu hören ist. Trotz Zweifel an der Echtheit des Bandes, überlässt der irritierte junge Mann es seinem Psychater. Am nächsten Tag ist David tot und Billys Paranoia wächst in ungeahnte Größen, bis er die Wahrheit hinter den Aktivitäten seiner verkommenen Yuppie-Freunde und degenerierten Verwandeten erkennt…

“Es ist nur eine Frage von guter Vermehrung!“

Gelenkige Braut
Bei ’Society’ handelt es sich um Brian Yuznas Regie-Debut und der Mann, der zuvor Stuart Gordons FX-Klassiker ’Re-Animator’ und ’From Beyond’ produzierte, ging alles etwas ruhiger an, um dann zum Finale den Ekel aus der Kiste zu lassen. Yuzna verstand es recht gut, eine dekadente Gesellschaft zu skizzieren und schließlich bis über die Grenze der Abartigkeit explodieren zu lassen. Diese Entwicklung mag nicht fehlerfrei vonstatten gehen (ein kurzer Abstecher ins Irrenhaus brachte weder dem Plot noch der Dramatik irgendwelche Punkte), doch das größte Problem ist Billy Warlock (die jungsche Powerlocke aus ’Baywatch’). Billy gibt zwar einen ausgezeichnet steifen Vokuhila-Yuppie ab, ist als seelisch verwirrtes, der Paranoia nahes Nervenwrack jedoch ziemlich ungeeignet.
Das Highlight von ’Society’ ist das absurd, effektreiche Ende, das unter der Aufsicht des Creature FX-Maestros Screaming Mad George (’Predator’, ’Arena – Todesmatch der Giganten’) entstand. George und sein Team frachten glitschigen Körperschleim, fusionierte Extremitäten und wirklich abartige Gestaltswandlungen in eine ekelhafte (und reichlich inszestuöse) Orgie, bis die Schauspieler schließlich wortwörtlich ’verarscht’ worden sind...

...if you get my french.


“Hast du’s denn immer noch nicht kapiert?! Die Reichen haben arme Schlucker wie dich immer schon geschluckt!“

Fazit: Spannendes Gleichnis mit schwachem Hauptdarsteller und starkem FX-Finale, das allerdings auch nur von starken Mägen verkraftet werden dürfte.


Hudson