Dark Power



Originaltitel: The Dark Power (1985) Regie & Drehbuch: Phil Smoot
Darsteller: Lash La Rue, Anna Lane Tatum, Cynthia Bailey FSK: unbekannt


Kennt ihr das? Ihr drückt auf ’play’, macht’s euch bequem und schaut… und schaut… und wartet … und wartet … und wartet darauf, dass endlich irgendetwas passiert?

Ich rede jetzt nicht von sorgfältigem Spannungsaufbau a la ’Alien(s)’ oder ’Der weiße Hai’, sondern von purer filmischer Langeweile, die sich zieht und zieht und… Moment mal, der Film geht nur 75 Minuten und bis auf müßiges Rumgelaber und eine Drei-Mann-Bier-Party ist in Minute 45 immer noch nichts passiert?

"Ergebt euch, oder wir langweilen das Publikum zu Tode!"

Aber worum geht’s überhaupt? Ich will’s euch sagen: Um die Geister der alten Tolteken, die noch vor den Atzteken, Indianern und MacMulligans im Südosten Amerikas lebten und auch schon mal schwarze Magier ausbildeten und lebendig begruben, die dann Jahrhunderte später auf den Mietgrundstücken amerikanischer College-Bratzen aus der Erde krochen und sich als echte Partycrasher verdingten. Aber wie gesagt erst, nachdem zwei Drittel des Filmes vorbei sind…

Immer wenn man denkt, der Film kriegt noch den Bogen...

Davor gibt’s … aber das hab ich ja schon erzählt. Sorry, hier sind echt Hopfen und Malz verloren. Trashig hergemachte Tolteken-Zombies, die aussehen wie beim ’GWAR’-Fanclub aussortiert, belagern mit Hackebeil und gespanntem Bogen eine Studentenbutze, die irgendwo auf verfluchtem Land in der Einöde steht. Es wird geschrieen, geblutet und geröhrt. Jedoch nicht von begabten Akteuren oder gar professionellen Schauspielern. Hier quakt der Frosch, Freunde. Hier zirpt die Grille, hier eiert der Fan noch selbst vor der Kamera herum.
Zu den einzigen ’Highlights’ gehören ein Sheriff-Opa (Marke: Mumbling Backwoody) der die Biester mit einer Bullenpeitsche bekämpft und ein paar absurde Trashgore-Einlagen, die für ein, zwei Schmunzler gut sind. Danach zieht sich das Gesicht des Zuschauers wieder in die faltigen Gestade der Resignation zurück.

“Feel my whip, you son of a bitch!“

"Das Klo ist frei!"

Fazit: Vor dem Trash ist nach dem Trash oder wie der Spruch heißt. Überflüssiger als hier wird’s nicht. Finger weg… I mean it!

Im Bild gesprochen:




Hudson