Cyborg Cop


‘Programmed to kill... He is unstoppable.’


Originaltitel: Cyborg Cop (1993)
Regie: Sam Firstenberg Drehbuch: Greg Latter
Darsteller: David Bradley, John Rhys-Davies, Todd Jensen FSK: 18


Sam Firstenberg hatte in den Achtzigern mit ’American Fighter’ und dessen Nachfolger zwei handfeste Action-Knaller fabriziert. In den Neunzigern drehte er dann Videomüll wie ’Cyborg Cop’ und ließ seine Fans von einst ins Messer laufen.

Das neue 'Eightpack':
2 Bier und 6 Kurze
Story: Supercop Jack Ryan (David Bradley) sucht seinen verschollenen Bruder Philip, der auf einer Karibikinsel von dem verrückten, dicken Wissenschaftler Kessel (John Rhys Davies) zu einem Cyborg umgebaut wird. Kessel will Philip und einige weitere Killermaschinen an diverse Schuchen verkaufen, die irgendwelche Präsidenten stürzen wollen. Das kann Ryan nicht zulassen. Nachdem er die halbe Inselbevölkerung weggetreten oder abgeknallt, und die blonde Journalistin Cathy gebumst hat, muss er den Kampf gegen die beinahe unzerstörbaren Cyborgs und seinen eigenen Bruder aufnehmen. Oh the drama…

Der ist so hart, der trinkt
die Milch mit Pelle!
Ihr steht auf richtig heiße Action-Filme, knallhart inszenierte Shoot-Outs, derbe choreographierte Martial Arts-Balgereien, eine dichte Story und saucoole Charaktere?! Was zum Teufel habt ihr dann bei einem ’Cyborg Cop’-Review verloren?
Zu eurer Aufklärung: Hier gibt es nichts von dem oben aufgezählten, immerhin aber einen John Rhys Davies, der in Hawaii-Hemden und weißen Anzügen glänzt.
Mit ’glänzt’ meine ich übrigens seine rosigen Bäckchen, die bei all dem Gekeife und Wahnsinns-Getue auf und ab wabbeln, wie der Arsch von Schweinchen Babe.
Ja, es gibt ordentlich auf’s Fressbrett und in die Leisten. Die Kugeln fliegen, die Cyborgs stieren und tranchieren (haben Stilettos als Fingernägel), Alonna Shaw zeigt ihre aufgepumpten Möpse und Firstenberg-Spezi David Bradley (’American Fighter 3, 4 und 5’) honkt gezwungen cool mit Biker-Jacke und kantiger Visage durch den Film. Aber die gesamte Chose ist so furchtbar durchschnittlich und dementsprechend überflüssig, dass es schon ein Wunder wäre, wenn sie jemand mit wahrem Action-Geist ohne Dauergähnen überstehen würde.

Unwiderstehlich: Schweiß, Metall und Hawaii-Hemden.

Fazit: Martial-Arts, Ballereien und Science Fiction wurden schon viel zu oft bestechender in Szene gesetzt, als dass irgendjemand sich die Zeit nehmen sollte, diesen Schmuh durchzuhalten. Fans von Cyborgs in Anoraks sind hier aber genau richtig. Lasst euch wecken, wenn’s vorbei ist.

Hudson