Curse of the Puppetmaster


‘Four Years Ago, the Puppets of Andre Toulon Vanished Without a Trace. Now The Puppets have Found a New Home, And a New Puppet Master.’


Originaltitel: Curse of the Puppet Master (1998) Regie: David DeCoteau Drehbuch: Benjamin Carr & David Schmoeller
Darsteller: George Peck, Emily Harrison, Josh Green FSK: 18


Vier Jahre nach ’Puppetmaster 5’, der nach den gelungenen Teilen 3 und 4 schon wieder ernstlich schwächelte, kramten die ’Full Moon’-Onkels unter Charles Band ihre wohl populärste Serie wieder raus und verpassten ihr einen kleinen Neuanstrich.

Mad Scientist? You bet your ass!
Anstelle von Andre Toulon lässt hier ein gewisser Dr. Magrew (“Ich bin kein Arzt. Es ist ein Ehrendoktor.“) die Puppen tanzen, welche er einst auf einer Auktion erstand. Mit seiner Tochter Jane bezieht er ein beschauliches Anwesen nahe einer Kleinstadt, wo er die uns bekannten Killerpuppets Blade, Leech Woman, Pinhead, Jester und Tunneler in einer kleinen Jahrmarktsshow ihre Tricks aufführen lässt. Das Publikum ist begeistert, nur dem örtlichen Sheriff schmeckt der Rummel nicht. Als Dr. Magrew den leicht zurückgebliebenen aber fingerfertig begabten Robert von der örtlichen Tankstelle abwirbt, um ihn als Puppenschnitzer anzustellen, braucht Jane nicht lange, um sich in Tank zu verlieben. Doch der Doc hat andere Pläne mit dem Jungen. Er benötigt nämlich nicht nur Tanks geschickte Hände, sondern auch dessen Seele für die Erschaffung einer neuen Superpuppe…

Pupploitation: Puppets in Prison
Also schön, ’Curse of the Puppetmaster’ ist beileibe kein Meisterschuss, aber ich habe von den ’Full Moon’-Shinern schon so viel unendlich mieseres Genre-Futter eingetrichtert bekommen, dass ich mit dem Alter wohl gnädig werde. Die Puppen, das Element mit dem jeder einzelne Film der Reihe steht oder fällt, rocken nach wie vor, haben aber für meinen Geschmack leider nicht annähernd genug zu tun.
George Peck (’Die Mumie des Pharao’) gibt sich redliche Mühe den Spagat zwischen nettem Märchenonkel und wahnsinnigem Wissenschaftler zu nehmen, die restlichen Darsteller (typische 90s-Faces auf typische Rollenklischees verteilt) sind bestenfalls unter ’U wie Ulk’ zu verbuchen.
Selbst in der Uncut-Fassung spart der Film eher an allzu ausschweifendem Einsatz von Gekröse, was aber weniger stört als der altbackene Horror-Kladderadatsch aus der Mad Scientist-Kitschgrube, der sich durch die ersten zwei Drittel zieht. Danach wird die Spannung zwar etwas aufgedreht, doch bevor die Puppen irgendetwas Gescheites zu tun bekommen, ist der Film auch schon vorbei. Auf Stop Motion wurde bei deren Animation leider vollkommen verzichtet, dafür gibt’s im Vorspann noch einmal ein ’Best Of Puppets’ aus den vorherigen Teilen.

Pump it up a little more or Blade will cut off your rechtes Ohr!

’Curse of the Puppetmaster’ ist genau so überflüssig, wie er durchschnittlich ist, kann aber durchaus irgendwo zwischen VHS-Frühstück und DVD-Abendmahl eingeschoben werden. Etwas mehr Puppen-Action und ein richtiges Finale hätten hier womöglich Wunder bewirkt. Für Fans, gelle?


Hudson