Children shouldn’t play with dead things


‘You're Invited To Orville's "Coming-Out" Party...It'll Be A Scream...YOURS!!!’


Originaltitel: Children Shouldn't Play with Dead Things (1972)
Regie: Bob Clark Drehbuch: Bob Clark & Alan Ormsby
Darsteller: Alan Ormsby, Valerie Mamches, Jeff Gillen FSK: ungeprüft


Aaaahhh: ’Children shouldn’t play with dead things’
Ein Film mit solchem Titel, mit Zombies und dann noch aus den 70ern und zwar vom Regisseur von ’Black Christmas’, der Urmutter aller modernen Slasher konnte unmöglich schlecht sein, oder?
Oh doch! Aber kommen wir erst einmal zur Handlung:

Deppentheater: Lektion 1
Die Hände zur Brezel formen

Auf dem Friedhof einer abgelegenen Insel (stop rolling your eyes!) wollen eine handvoll Jugendlicher (Korrektur: Mittdreißiger, die Jugendliche spielen) von der hiesigen Theatergruppe eine Leiche ausgraben und ein unheiliges Bühnen-Ritual proben (I said, stop rolling your eyes!). Als der Hokus Pokus vollzogen ist, eine (Korrektur: zwei!) theatralische Beschwörungsformeln ausgeprochen sind und sich die Theaterheinis in ein alten Haus zurückgezogen haben, um mit einer Leiche herumzuspielen und weiteres Theatralik-Blabla von sich zu geben (drei Viertel des Films sind bereits um), steigen dann tatsächlich die Untoten aus ihren Gräbern und umzingeln die Lebenden in ihrem Refugium…

Auferstanden aus Ruinen

Wen jetzt interessiert, ob die zwischen Blasiertheit, Dummheit und Gesichtslosgkeit rangierenden Protagonisten vom Zombie-Volk vernascht werden oder sich retten können, der muss sich den Schinken einfach selbst ankucken. Ich empfehle die Vorspul-Taste oder besser noch Chapter-Select und gleich zum Ende vorspringen. Denn was davor passiert spottet jeder Beschreibung. Unsympathische Freilichtbühnen-Darsteller, gekleidet in den grellsten Farben, frisiert mit den scheußlichsten Haircuts und angeführt vom Charles Manson unter den Theaterleitern vegällen mit ihren Sperenzchen, ihren enervierenden Dialogen (“A man has the right for some dignity, even when he’s dead.“ “Man… Man is a machine who manufactures manure.”) und ihrem allgemeinen schauspielerischen Unvermögen jeglichen Fun an der Sache. Das Zombie-lastige Finale ist wohlgemerkt das einzige, das Horror-Fans einige Freudenmomente bescheren kann. Hier besinnt sich Clark auf atmosphärische Bilder (bis dahin zeichnete sich ’CSPWDT’ eher durch eklatante Unterbeleuchtung aus), klassische Einstellungen, brauchbares Zombie-MakeUp und akzeptable Schockmomente.

Zombie ante portas

Das Ende rettet den Film aber keinesfalls aus seinen gröbsten Schwierigkeiten. Wenn der Film wirklich als Horror-Komödie gedacht war, haben die Sahnetorten das Ziel meterweit verfehlt. Als straighter Horror mit grobkörnigem Trash-Einschlag ist ’CSPWDT’ noch am ehesten zu verdauen. Aber wirklich nur für unbelehrbare Undead-Junkies mit Silly-Acting-Immunität.


Hudson