Critters 2 – Sie kehren zurück


"The most illegal aliens of all are back --
and they're hungrier than ever."


Originaltitel: Critters 2: The Main Course (1988) Regie: Mick Garris
Drehhbuch: David Twohy & Mick Gariss
Darsteller: Scott Grimes, Don Keith Opper, Terence Mann FSK: 16


Sie sind wieder da.
Die Critters!
Eine der 7 Plagen des Universums, nimmersatte Allesfresser und des geneigten B-Movie-Fan’s Lieblingsmonster.

Noch herrscht eitel Sonnenschein...
Wie wir ja seit Ende des ersten Teils wissen, liegen irgendwo im guten alten ’Grovers Bend’ noch ein paar Eier der Weltraumbiester herum. Die werden auch prompt vom Halbstarken der Stadt gefunden und an den hiesigen Second-Hand-Fuzzi (der aussieht, wie Helge Schneiders träniger Bruder) vertickt, der dann die Eier in ’Grovers’ Bend in Umlauf bringt, schließlich ist ja gerade Ostern.
Die aus dem Erstling bekannten Bountyhunter Ug und Lee, mittlerweile unterstützt von Ex-Alki Charlie (Don K. Opper), werden von ihrem Vorgesetzten zur Erde zurückgeschickt, um eine erneute Critter-Plage zu verhindern. Und da, wie schon erwähnt, gerade Ostern ist (“Ich versteh immer Ostern, was ist das?“ “Sicher das Gegenteil von Western!“), kommt ebenfalls der kleine Bradley Brown (Scott Grimes) in seine alte Heimat zurück, die ihn und seine Familie nach den Ereignissen im ersten Teil, aus unerfindlichen Gründen verbannt hat.
Und auch die kuscheligen Mini-Killer schlüpfen allmählich aus ihren Eiern, um sich erneut an ihrem alten Bankett gütlich zu tun.

...aber dann sind diese
Kerle wieder da!
Zugegeben, das klingt nach mehr vom Altbewährten. Ist es auch! Multipliziert den ganzen Spass aber nochmal mit sich selbst und addiert eine einmalige ’Critters-Synchro’ (nur in good ole Germany!) und etliche weitere alberne Ideen in den Mix.
Ein Hund namens Salzstreuer, ein blutiger Osterhasen-Kill, eine Vegetarier-Oma, der die Critters vergeblich den Kühlschrank umkrempeln, frittierte Critters, Critters-Riesenkugel, der unvergleichliche Eddie Deezen (’1941’) und die albernsten Sprüche seit Erfindung des Limmericks (inklusive des Klassikers: “Lakritze, Lakritze! Ich bin Telegraphen-Fritze!“).
Wow, da bleibt einem die Spucke weg. Von den Nebendarstellern (etwa Sam Anderson, ’Forrest Gump’), über die Effekte (sowohl Monster als auch Pyro FX), bis hin zu den total verrückten Dialogen aus Menschenmund und Crittermaul (“Noch so’n Ding und es gibt Untertitel!“), Regisseur Mick Garris (’The Stand’) und Autor David Twohy (’Pitch Black’) haben einen herrlich bekloppten Monsterspass gezaubert, der keine Wünsche offen lässt.
Und man mag es kaum glauben; als Produzent fungierte kein anderer, als Bob Shaye, der Mann der 15 Jahre später die ’Herr der Ringe’ Filme ermöglichte (noch ein Grund, ihm zu danken).

Und auch er hier schaut wieder vorbei.

Wer ’Critters’ mochte, wird ’Critters 2’ lieben! Mehr Monster, mehr Action, mehr Spass, mehr Sprüche. Alles was man braucht, ist ein bissel mehr Grütze im Kopp.

Hudson