Critters - Sie sind da


"They eat so fast, you don't have time to scream."


Originaltitel: Critters (1986) Regie: Stephen Herek
Drehhbuch: Stephen Herek & Domonic Muir
Darsteller: Scott Grimes, Don Keith Opper, M. Emmet Walsh FSK: 16


Aus dem Hochsicherheitstrakt eines Weltraumgefängnisses entfliehen 8 gefräßige Monsterwesen, die titelgebenden Critters, in einem Raumschiff Richtung Erde. Zwei intergalaktische Kopfjäger, mit formwandlerischen Fähigkeiten, werden auf ihre Spur angesetzt und nehmen zur Tarnung das Aussehen von irdischen Rockstars an!

Während Billy Zane noch Hand
an die Farmerstochter legt...
Auf der guten alten Erde angelangt, nisten sich die Kuschelmonster erst mal in der Scheune der Familie Brown ein, wo sie auch gleich die Tochter des Hauses beim Schäferstündchen mit ihrem neuen Yuppie-Freund (Schmalztolle Billy Zane, als er noch Haare hatte) überraschen. Da das aber noch lange nicht genug ist, wird die amerikanische Kleinstadt ’Grovers Bend’ zum ’All-you-can-eat’-Buffet der ausserirdischen Fressmaschinen. Unter der Führung des kleinen Bradley Brown (Scott Grimes, auch ’Critters 2’ und ‘Band of Brothers’), seinem Freund Charlie (Don Keith Opper, der uns als einziger durch alle 4 Critters-Filme begleitet), ein Alkoholiker der behauptet, vor Jahren einmal von Ausserirdischen entführt worden zu sein, und dem überforderten Sheriff (M. Emmet Walsh, ’Blood Simple’), versuchen sowohl die Browns, als auch der Rest der Dorfbevölkerung, nicht nur den Angriffen der Critters Widerstand zu leisten, sondern auch die chaotischen Kopfjäger im Zaum zu halten.

...grapscht ein Critter schon
nach ihren Eltern.
Sehr schön, was uns Regisseur Stephen Herek (’Bills und Teds verrückte Reise durch die Zeit’) hier bietet. Neben den ’Gremlins’ sind die ’Critters’ wohl die einzigen anständig gemachten Mini-Monster der Filmgeschichte. Oft kopiert aber nie erreicht; rollen, schiessen, wachsen, explodieren, schmatzen, beissen, fressen (einmal sogar eine E.T. Puppe) und quietschen (was dem Zuschauer mittels Untertiteln als lustiges Alien-Geschnatter übersetzt wird) die Critters durch ihr Spielfilm-Debut, dass es dem B-Movie-Fan ganz warm um’s Herz wird.
Sprüche vom Schlage: “Wenn es keine Ratten waren, was war es dann?“ “Die schlimmsten Bestien, die ich je erlebt habe!“ bestimmen das Dialog-Niveau. Über die Schauspieler kann man sich nicht beschweren. Dee Wallace Stone (die Mama aus 'E.T.') bringt die nötigen Emotionen mit ins Spiel, Don Opper ist der Trottel wie auf die Schnute geschrieben und der Film, den M. Emmet Walsh versaut, muss noch gedreht werden.

Da helfen nur die Jungs für's Grobe.

’Critters’ ist der unterhaltsame Auftakt zu einer der besseren Monster-Serien und weiss mit Country-Charme und lustigen Kuschelmonstern jeden zu erfreuen, der ein offenes Herz für solchen Blödsinn hat.

Hudson