Creep Zone


‘Your flesh will crawl right off your bones.’


Originaltitel: Creepozoids (1987)
Regie: David DeCoteau Drehbuch: David DeCoteau & Buford Hauser
Darsteller: Linnea Quigley, Ken Abraham, Michael Aranda FSK: 18


“1998. Sechs Jahre nachdem sich die Supermächte in einem vernichtenden, atomaren Schlagabtausch gegenüber standen, ist die Erde nur noch die Hülle eines geschwärzten, verbrannten Planeten.
Kleine Haufen Überlebender schlagen ihre jämmerlichen Existenzen durch die Ruinen der Städte und Banden von Flüchtlingen durchstreifen das verödete Land. Sie suchen Verstecke vor mutierten Nomaden und Schutz vor dem tödlichen sauren Regen.“

ILONA!

Leute, es ist nicht das erste mal, dass ich euch das sage und es wird nicht das letzte Mal sein: Wenn man kein Budget hat, um die Auswirkungen der Apocalypse optisch zu zelebrieren, dann muss halt ein Text mit Voice-Over reichen.
Und dieser Text verrät dann auch schon die Hälfte der Story. Fünf Leute wandern durch die Ruinen der Welt, auf der Suche nach Schutz vor diesem und jenem. Sie finden einen verlassenen Labor-Bunker, der zwar tolle Lebensbedingungen bietet, aber leider nicht wirklich verlassen ist…

“Was ist los?“
“Schleimbeutelentzündung.“
“Was?“
“Ist wie beim Tennisarm. Nur ich hab’s in der Schulter.“

“Say Cheeeeeese!“

Und wenn ihr’s jetzt unbedingt wissen wollt und es anhand der Pics noch nicht erkannt habt: Es sind Mutationen der böswillig glibbrigen Art, die auf recht konventionelle Zehn-Kleine-Negerlein-Art die Herrschaften dezimieren. Eine hervorragende Situation, um ein bisschen bei ’Alien’ zu klauen und wenn einem danach nichts mehr einfällt, dann einfach noch ein bisschen mehr.
Die Darsteller, die nicht viel zu tun haben, außer zu kreischen (weiblich), zu brüllen (männlich) und sich zu entkleiden (beide), nehmen es mit putzigen Riesenratten und einem ’Metaluna IV’-Gedächtnis-Kieferzangen-Monster auf.
Quirlige Spuck- und Schmelzeffekte, lustige Laserstrahlen, eine Zombifikation und ein Monster-Fötus machen dem Effekt-Freund Spaß im Kopf und schaffen es fast, über die ansonsten herrschende Ereignislosigkeit hinwegzutäuschen.
Zu einer Zeit als 5 ¼ Zoll Disketten noch der technische Höchstmaßstab waren (was im Film auch mehrmals bewiesen wird) ist natürlich ein Synthie-lastiger Soundtrack ein Mus(s).

Endstation: Tanzschule

Fazit: Kaum ist der Film in die Puschen gekommen, ist auch alles schon wieder vorbei. Nur blöde, dass der an Kulissenarmut und Schauspiel-Unterfunktion leidende Sci-Fi-Horror mit Endzeitgeschmack weder über Originaltität noch Ironie verfügt.


Hudson