Creature - Die dunkle Macht der Finsternis


‘First you die. . .Then the terror begins’


Originaltitel: Creature (1985)
Regie: William Malone Drehbuch: William Malone & Alan Reed
Darsteller: Stan Ivar, Wendy Schaal, Lyman Ward FSK: ungeprüft


Die Zukunft, unendliche Möglichkeiten.

Üüüüüüberaschung
Dennoch entschieden sich die Autoren dieses ’Alien’-Ripoffs dafür, dass zwei konkurrierende Superunternehmen aus USA und Westdeutschland erbittert um neue Technologien streiten und ließen ein 200.000 Jahre altes Killerwesen aus einem Space-Zylinder auf dem Saturnmond Titan entschlüpfen. Die erste Begegnung mit der menschlichen Rasse endet fatal. Es folgt eine weitere Expedition des US-Konzerns NTI, doch auch diese Damen und Herren machen bald Bekanntschaft mit dem bösartigen Wesen. Als dann auch noch Klaus Kinski im Gewand eines deutschen Wissenschaftlers ankommt ist der Horror komplett…

Och nööö, nicht schon wieder ein ’Alien’-Ableger, dachte ich bei mir, nachdem der positive Eindruck über die nette Ausstattung verpufft war.
Im Ernst, Roger Corman hatte Ridley Scotts Meisterwerk doch schon zur Genüge exploitet. Musste da Mitte der 80er wirklich noch mehr vom Gleichen kommen?

Ööööööööööölbohrung
’Creature’ bringt einige unnötige Genre-Versatzstücke (Untote-Bodysnatch-Geister?) in den ausgelutschten Space-Horror und präsentiert das Ganze so fade und visuell eintönig, dass einem die Lust am Dranbleiben ganz schnell vergeht. Und warum wird der Film seinem Titel erst gegen Ende gerecht? Wo bleibt die verdammte Kreatur? Warum bekommen wir stattdessen langweilige Astronauten-Zombies und Klaus Kinski im Glupsch-Glotter-Makeup zu sehen? Und wenn schon Kinski, dann natürlich als überheblichen, schmierigen Deutschen und zwar ganze 10 Minuten lang. Nee, Regisseur William Malone (’Haunted Hill’) hat hier in die völlig falsche Kerbe gekackt. Zumal alle anderen Darsteller so blass wirken, wie die Gänge, durch die sie ununterbrochen huschen.
Als das Monster dann doch noch auftaucht, zeigt es sich in Form eines dreisten Giger-Plagiats und ist dabei doch so viel schlechter (Gummiwabbelschwabbel!), dass wenigstens hier das Trashherzchen ein wenig klopft. Apropos Trash: Entweder hab ich mich verhört, oder der Score nimmt Anleihen bei ’Wir trinken das schmäumende Bier und scheißen dem Wirt auf die Theke’…

Äääääääääääälien

Fazit: Eintönige All-Grusler, in denen aufgescheuchte Raumanzugkonserven aus Angst vor einer Weltraumbestie durch eine Space-Station dackeln gibt’s genug. Der hier gehört in die Katergorie ’Mehr als genug’, wie in ’Muss nicht mehr sein’, siehe auch ’Ist gut jetzt!’


Hudson