Cobra Battle Truck


‘Der unüberwindbare Kampfkoloss’


Originaltitel: Cobra Thunderbolt (1984)
Regie & Drehbuch: Tanong Srichua
Darsteller: Sorapong Chatree, Rapeetran Kornsakul, Lan Soontorn FSK: 18


“Wir müssen härter arbeiten, also bewegt eure Ärsche gefälligst schneller! Wir haben die beste Ausrüstung und die beste Planung. Wir können nur gewinnen. Vorwärts, ich will Blut und Gewalt sehen!”

Ja, wer will das nicht?! Ganz bestimmt aber jeder, der sich einen Film mit dem Titel ’Cobra Battle Truck’ anschaut. Und auch wenn der rote Lebenssaft nicht unbedingt die Wände bedeckt, gibt’s Gewalt, Action und auf die Nuss für zwei.

Der Funker hatte blaue Bohnen im Chili

Story: Der thailändische (räusper) Vietnam-Veteran Colonel Thep hat in jahrelanger Arbeit den ’Cobra Thunderbolt’ erbaut, eine Kampfmaschine, dessen hochentwickelte Ausrüstung (50mm Kanone, Zwillings-Maschinengewehre, fernlenkbare Raketen, dicke Schaufel am Bug, scharfe Kanten) auf Knopfdruck alles und jeden von der Bildfläche fegen kann. Als der Colonel seine neue Wunderwaffe diversen Interessierten aus aller Welt unter Beifall demonstriert, ist auch der fiese Waffenhändler Kangwarn vor Ort. Dieser denkt nicht daran, dem Colonel das War-Vehicle zu bezahlen, sondern entführt seine Frau und versucht, die Konstruktionspläne aus dem Erfinder herauszupressen. Alles läuft schief. Theps Frau kommt ums Leben (sie ähm… explodiert) und der an den Rollstuhl gefesselte Colonel wird von Kangwarn entführt. Jetzt ist es an Theps altem Vietnam-Buddy Sam und einer nervigen Journalistin, den Cobra Thunderbolt zu satteln und dem fiesen Schuchen-Pack den Scheitel neu zu ordnen …

Crash Test Dummies mal anders

Jau, und fragt jetzt besser nicht, was denn thailändische Militärs in Vietnam zu tun hatten (laut meinem Halbwissen nämlich gar nix), sondern genießt einfach die Show, denn ’Cobra Battle Truck’ ist nix weiter, als eine mies gespielte, dürftig inszenierte aber vortrefflich knallende Action-Keule.
Hier hat’s ordentlich burning rubber, silly lines (“Ich gebe zu, ich habe Idi Amin wirklich gemocht.“), wuchtige Shoot-Outs, Explosionen im Minutentakt, Auto-Stunts, Jetpack-Action, eine Samurai-Schwert schwingende Mama, Football-Helm auftragende Ballermänner und Zipfelmützen-Ninjas. Die dämliche Handlung hinter diesem Baller-Spektakel erinnert an einen Streifen von Godfrey Hoo, beschränkt sich in punkto langweiligem Sprech aber auf das nötigste und lässt den schummrigen Synthie-Score auch mal von quietschenden Gitarren begleiten.

Weitersagen: Gleich gibt's Ramba Zamba!

Fazit: All-you-can-Shoot, ohne Hirn, ohne Herz, ohne Geschick… eigentlich ohne alles. Aber es knallt. Und das war wohl auch so gedacht.


Hudson