The Crater Lake Monster


‘A beast more frightening than your most terrifying nightmare!’


Originaltitel: The Crater Lake Monster (1977) Regie: William R. Stromberg
Drehbuch: Richard Cardella & William R. Stromberg
Darsteller: Richard Cardella, Glen Roberts, Mark Siegel FSK: unbekannt


Spelunkin' Time

“A dinosaur.“
“Exactly right!“
“But dinosaurs were extinct, before man ever…“
“…that’s what we always thought, but this is proof positive, that at least some survived all into the age of man.”

Reportin' Time

“One helluva big ball of fire just hit somewhere into the center of the lake. I dunno what it is, but you better notify a division of forestry.”

Na Leute, ahnt ihr in welche Richtung das führt?
Nein, nein, da ist keine außerirdische Puddingmasse in dem Meteoriten und auch nicht Jason Vorhees’ modrige Leiche auf dem Boden des Sees. Aber wir sind ziemlich dicht dran. In den Tiefen des Tümpels lungert nämlich ein uraltes Saurier-Ei herum, das durch den Einschlag des superheißen Himmelskörpers schwuppdiwupp ausgebrütet wird.
Der vorlaute Höhlenforscher aus Szene eins sollte mit seiner hanebüchenen Behauptung also doch noch Recht behalten, dann bald paddelt ein Nachkomme der großen, grünen Echsen aus dem Land vor unserer Zeit durch die Fluten des Sees und verspeist Ruderfreunde, Schwimmsportler und herumlungernde Geigen. Können Sheriff Hanson, Schlauspecht Calkins und die zwei Dorfdeppen Arnie und Mitch etwas gegen das Biest ausrichten?

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’The Crater Lake Monster’ stammt zwar aus dem Jahre 1977, doch macht der Streifen viel eher den Eindruck eines klassisch-käsigen Roger Corman Creature Features aus den seligen Fünfzigern.
Die ganze Meteoriten-Eierkocher-Chose, eine fruchtlos hineingepresste Gangster-on-the-run-Episode, die altbackene Erzählweise und zwei doofe Waldschrate, zu deren Auftritten ununterbrochen lustige Blasmusik gespielt wird, drängen hier den Eindruck erzwungener Einfältigkeit auf und lassen sowohl am Verstand, als auch an den Motiven der Filmemacher zweifeln.
Da ist es fast eine Schande, dass Stop Motion-Fachmann Dave Allen (’Willow’, ’RobotJox’, ’Oblivion’) seine Kunstfertigkeit für das richtig gut animierte Titelmonster verschwendete. Für die Katz, wenn ausdruckslos dümpelnde Darsteller sich auf mühselige Diskussionen, ungläubiges Glotzen und hysterisches Kreischen beschränken und immer zum falschen Zeitpunkt genau das Falsche machen, um dem Monster quasi direkt ins Maul zu fallen. Soviel Dummheit tut schon beim Zuschauen weh. Aber ich hab noch Glück. Als Protagonist eines solchen Filmes hätte ich gar keine Gelegenheit mehr, rumzumeckern.

”Arnie. Is that all you think about? The next drink?”
“No, sometimes I think about the one after the next.”

See ya later, Crater Gator

’The Crater Lake Monster’ ist altmodischer Monster-Trash und kann sich weder auf eine Stimmung, noch auf ein Tempo einigen, hat aber passablen Claymation Terror zu bieten. Ein typischer Fall für die Kategorie: Filme, die kein Mensch braucht, aber doch gemacht wurden, um Monster-Fans die letzten Penunsen und Leuten wie mir den letzten Nerv zu rauben.


Hudson