C.H.U.D. - Das Monster lebt


‘Their first mistake was stealing a corpse... Their second was waking him up.’


Originaltitel: C.H.U.D. II - Bud the Chud (1989)
Regie: David Irving Drehbuch: Ed Naha
Darsteller: Brian Robbins, Bill Calvert, Robert Vaughn FSK: 16


“Der CHUD ist entwichen!“

Für nix zu schade: Robi Vaughn
Na so’ne Scheiße. Und ich hatt’ schon gedacht, ich hätte das Drama um die ’Cannibalistic Humanoid Underground Dwellers’ hinter mich gebracht. Aber nein, einer der menschenfrssenden Killer-Kläuse wird tiefgefroren und von einem durchgeknallten Army-Offizier (Robert Vaughn) für zwielichtige Zwecke in den Schaukasten gepackt. Von da wird er wenig später von ein paar deppschen Studenten gemopst und mit nach Hause genommen. In die Badewanne gepackt und ’nen Föhn hinterher geschmissen, erwacht ’Bud’ zu neuem Leben und bringt erst das Haus, später die ganze Stadt in Aufruhr. Mit einer ganzen Armee von Gleichgesinnten (sprich: Leute, die er angeknabbert hat, sprich nochmal: Zombies) ist er bestens gewappnet für das kommende Volksfest: Halloween!

“Wenn ich geschwänzt hätte, dann hätte mich mein Vater in den Holzschuppen gesperrt, Ohne Pardon, mein Freund!“
“Entschuldigung, Sir, es gibt keine Holzschuppen mehr!“

Och, hömma auef!
Hilfe! Wer kommt auf die dämliche Idee, aus einem unterdurchschnittlichen Kanaldeckel-Horror eine noch unterdurchschnittlichere Zombie-Komödie zu machen. Och nö, sag ich da, och nö! Ich kann mir gut vorstellen, wie der Initiator dieses Machwerks anno 1985 in einem Kino saß, in dem gerade ’Day of the Dead’ lief und bei den Szenen mit Bub’ dachte “Ehehehe. Das ist gut. Da mach ich ’nen eigenen Film draus. Nur richtig schön doof.“
Und so kam’s dann auch. Mit Teil Eins (der im vergleich zu diesem Müll hier eigentlich aufgewertet werden müsste) hat ’CHUD 2 - Bud the CHUD’ herzlich wenig, nämlich gar nix zu tun. Will sagen: Keine Kanaldeckel, keine Monster, kein Blut, kein Thrill, nur platte Kalauer (’CHUDismus’?), alberne Clowns-Musik und “Robert Vaughn aus ’Superman III’“, wie uns das VHS-Cover erzählt. (Sehr rücksichtsvoll vom Verleih, nicht etwa ’Die glorreichen Sieben’ mit diesem Schund in Verbindung zu bringen!) Vaughns Militär-Miefi ist genau so humorlos, wie der Rest der Cast, über die ich lieber den Mantel des Schweigens verbreite. (Na gut: Brian ’Underground Werewolf’ Robbins hat Haare, da träumt selbst Bianca Jagger von. Ich weiß es… die spielt nämlich auch mit).

Aerobic-Vortanz-Tusse:
“Wir machen weiter, weil wir uns besser fühlen?“
Aerobic-Luder:
“Wirklich? Ahaha. Wir machen weiter, weil wir fressen wie die Scheunendrescher und saufen, wie Orca der Killerwal!“

Spinn ich, oder hat die ZWEI rechte Augen?

’Bud the CHUD’ ist ein weiteres Beispiel für die schrecklich unterbelichtete Zombie-Komödie der Achtziger (Ausnahmen a la ’Dead Heat’ bestätigen die Regel). Der Film kommt aus dem Nichts und geht genau dahin zurück. Die Zeit dazwischen beschert euch Langeweile und eine handvoll Grunz-Witzchen. Wer Genre-Furunkel wie ’Dead men don’t die’ und ’Beverly Hills Bodysnatchers’ etwas abgewinnen kann (ehrlich?), der könnte sich auch am ’Bud’ hier versuchen. Als gelungene Alternative empfehle ich stattdessen den aktuellen Zombie-Schwank ’Fido’.


Hudson