C.H.U.D. - Panik in Manhattan


‘Ugly. Slobbering. Ferocious. Carnivorous.’


Originaltitel: C.H.U.D. (1984)
Regie: Haruyasu Noguchi Drehbuch: Shepard Abbott & Parnell Hall
Darsteller: John Heard, Daniel Stern, Christopher Curry FSK: 16


“Sie haben die Macht, den Himmel zu schließen!“

Nana! Die Schuhe gibts doch
schon für 3,99 bei Leichmann!
Wovor der verwitterte Penner die Protagonisten des Filmes warnt sind die C.H.U.D.s, Kurzform für ’Cannibalische Humanoide Unerforschte Delta-Mutationen’ (eigentlich ’Cannibalistic Humanoid Underground Dwellers’), die neuerdings unter den Kanälen New Yorks für Unruhe unter dem gemeinen Obdachlosen-Volk sorgen. Ein Bulle, ein Reporter und ein Penner tun sich zusammen, um die seltsamen Geschehnisse aufzudecken. Das geschieht mittles viel Science-Nonsense-Laberei und unnötiger Rumstreunerei, während in den Kanälen immer mehr Menschen den Bestien zum Opfer fallen. Und hey, was wäre eine solcher Genre-Käse ohne den korrupten Regierungsbeamten, der tatsächlich für die Missstände verantwortlich ist und weiß, dass C.H.U.D. de facto für ’Contamination Hazard Urban Disposal’ steht?

“Wahsninn, die haben hier jahrelang den radioaktiven Müll gelagert. Mitten in der Stadt!“

Oh Big Surprise!
Mann, Mann, mann. Manchmal ist der Rummel, den einige Leute um den einen oder anderen Genre-Film der guten alten 80er betreiben, wirklich nicht nachvollziehbar. So auch bei ’C.H.U.D.’, einem Film, dem von allen Ecken und Enden der sprichwörtliche ’Kult-Status’ zugesprochen wird, der aber in meinen (unwürdigen) Augen so kultig ist, wie ein probiotischer Joghurt.

Mit den Guckerchen kann
er unter der Decke lesen.
Interessant ist immerhin das Ensemble, bestehend aus John Heard (der Papa aus ’Kevin allein zu Haus’), Daniel Stern (der Einbrecher aus ’Kevin allein zu Haus’) und Christopher Curry (der Bulle aus ’Wieder allein zu Haus’ … Was ist denn los hier? Ich rieche Vettern-Wirtschaft.) Diese haben allerdings nicht viel zu tun, bis auf die oben angesprochene, ausufernde Laberei und das Herumrennen durch finstere Gänge.
Gegen Ende versuchen die Macher dann noch einmal, die Spannungsschraube anzuziehen, indem sie die Protagonisten in unzählige Konfrontationen mit den Titel-Monstern schicken… leider vergeblich.
Punkte gibt es auf Seiten der wirklich finsteren und dreckigen Urban-Atmo, der Musik (stimmige Synthies galore!), der Effekte (nette Masken, reichlich Gore) und der Gastauftritte (Cameos von Joe Polito und einem sehr, sehr jungen John Goodman!). Der Rest wird vergessen bleiben, außer von jenen, die den Film als Kind heimlich im Auto-Kino sahen… was wohl auf keinen von uns zutrifft, gelle?

“Leute, ihr wisst bescheid! Es gibt hier absolut nichts zu sehen!“

’C.H.U.D.’ hatte alle technischen Voraussetzungen, ein verdammt guter Genre-Film (wenn auch kein Klassiker) zu werden. Da der Film sein Potential aber völlig verspielt und aus den gegebenen Möglichkeiten nichts, aber auch gar nichts rausholt, ist er bei mir unten durch. Da amüsier ich mich doch lieber zum x-ten Mal mit ’Street Trash’ oder einem Henenlotter-Streifen.

Hudson