Chucky – Die Mörderpuppe


‘Andy Barclay has a new playmate who's in no mood to play.’


Originaltitel: Child's Play (1988)
Regie: Tom Holland Drehbuch: Don Mancini, John Lafia & Tom Holland
Darsteller: Catherine Hicks, Chris Sarandon, Alex Vincent FSK: 18


Mörderpuppen! Da kann nicht jeder mit um. Der kleine, fiese ’Chucky’ ist sicherlich das populärste Killer-Spielzeug und schaffte es bisher in ganze 5 Filme.
Seinen Ursprung findet ’Chucky’, als sich Serienmörder Charles Lee Ray (Brad Dourif) auf der Flucht vor der Polizei in einen Spielzeugladen rettet. Nachdem Detective Norris (Chris Sarandon) ihn tödlich verwundet und er weiß, dass seine Tage gezählt sind, überträgt er seinen kranken Geist mittels Voodoo-Hokus-Pokus in die Polyester-Glieder einer derzeit populären ’Good Guy’-Puppe.

Heeeere's CHUCKY!
Diese landet über einige Umwege in den Armen des kleinen Andy, dessen fürsorgliche Mutter im Kaufhaus Überstunden schrubbt, damit sie ihrem Bengel etwas bieten kann. So kommt es auch, dass sie an seinem Geburtstag die Schicht einer kranken Kollegin übernehmen muss und ihre Freundin Maggie den Babysitter spielt. Pech für Maggie, denn Andys neuer Freund hat bald genug von ihr und verpasst ihr einen Freiflug aus dem 4. Stock. Als die Polizei (natürlich wieder Detective Norris; Film-Logik!) kleine Fußspuren am Tatort findet, wird der Junge zum Verdächtigen. Chucky selbst hat sich dem Knirps längst anvertraut, aber kein Mensch glaubt ihm ein Wort und so wird er vorübergehend in psychatrische Obhut gegeben. Als seine verzweifelte Mutter entdeckt, dass die beigelegten Batterien sich gar nicht im Po der Puppe, sondern in der Verpackung befinden, beginnt das rachsüchtige Spielzeug, seinen Terror auszuweiten. Doch lange kann die Seele Rays nicht in Chucky verharren, er benötigt einen menschlichen Körper. Ein Besuch bei Andy ist fällig…

Also nochmal: ’Der Geist eines Serienkillers schlüpft in eine Spielzeugpuppe und mordet dort fleißig weiter!’
Ja, die Prämisse mag lächerlich klingen, Regisseur Tom Holland machte daraus dennoch einen respektablen Horror-Film, der mehr Wert auf Spannung und Humor legt und die Blutgefäße seiner Protagonisten (trotz der FSK 18) vornehmlich geschlossen läßt. Die Puppe selbst ist wunderbar ’creepy’ animiert und kann durchaus bei zarten Gemütern den einen oder anderen Schauer verursachen. Chuckys Kommentare sind wiederum sehr belustigend und seine Art und Weise, Menschen ins Jenseits zu schicken, bietet morbide Unterhaltung. Chris Sarandon, der mit Holland schon ’Fright Night’ drehte, glänzt wieder durch den ihm innewohnenden Snob-Charme und Cathrine Hicks (’Peggy Sue hat geheiratet’) schwankt zwischen nerviger Heulsuse und strapazierter Mutti. Was Brad Dourif während seines Kurzauftritts zu Beginn darbietet, ist herrlich.

Kein Puppentheater!

Fazit: Durchweg gelungener, zuweilen herrlich fieser Horror-Spaß. ’Chucky’ mag nicht einer der Klassiker seiner Zeit sein, lässt aber als das, was er ist und was er sein will, kaum zu Wünschen übrig. Außer vielleicht ein paar starke Sequels, die das konsequent fortsetzen!

Hudson