Children of the Night


‘Be home before nightfall... and pray for dawn!’


Originaltitel: Children of the Night (1991)
Regie: Brent Huff Drehbuch: Brent Huff & Douglas L. Walton
Darsteller: Karen Black, Peter DeLuise, Ami Dolenz FSK: 18


Man, she sucks!
Sowas kommt von sowas. Zwei junge Mädel baden ausgerechnet in einer überfluteten Gruft und werden von dem dort seit Ewigkeiten schlummernden Vampir-Fürsten Czakyr angegriffen. Eine der beiden Damen kann entkommen, doch die andere wird von Czakyr mit der Blutsaugeritis infiziert und landet schließlich bei ihrem Onkel, dem Pfarrer Frank, in einer Abtei-Kammer, wo auch ihre ebenfalls vampirische Mutter (Karen Black) ihr hysterisches Dasein fristet. Da sein eigenes Nervenkostüm mittlerweile abgetragen ist, bittet Frank seinen Freund, den Lehrer Mark Gardner (Peter DeLuise), Nachforschungen anzustellen. Nach der Begegnung mit einer aggressiven Vampir-Oma, ist auch Gardner von Franks Fabulierungen überzeugt und rettet Lucy, die Enkelin vor dem garstigen Weib. Doch es ist bereits zu spät: Vom dicken Spanner-Teenie bis zur frommen Kirchentante hat sich die ganze Stadtbevölkerung in Blutsauger verwandelt. Als sich auch Frank seiner Schwägerin hingibt, bleiben nur noch Mark, Lucy und der alkoholisierte Dorfpenner, um den Wahnsinn zu stoppen…

Mit etwas Übung
bekommt der Typ
die Anstellung als
Schulter-Waran!
Das ist er also, der zweite vom US-amerikanischen Kult-Magazin ’Fangoria’ produzierte Film, wie zu erwarten aus dem Horror-Genre, inszeniert von ’Hellraiser 2’ Regisseur Tony Randel und gespickt mit Masken und Spezial-Effekten der FX-Helden von ’KNB’.
Dass bei dem Talent dann leider doch nur ein leidlich amüsantes Horror-Filmchen mit humorigem Einschlag rausgekommen ist, wäre zu verschmerzen, wenn es nicht schon so viele leidlich amüsante Horror-Filmchen mit humorigem Einschlag gäbe. Originalität ist hier also nicht zu erwarten, bestenfalls ein paar witzige Sprüche, nette Musik, die ’21 Jump Street’-Keule Peter DeLuise als leicht verwirrter Sonntagslehrer mit kleiner Wampe und Genre-Altholz Karen Black (’House of Horror’) mit voluminöser Haarfrisur.
Ms. Black ist auch das Zentrum einer der absurdesten Effekt-Szenen im ganzen Film: Ihre Figur würgt einen Schleier raus, der ihren gesamten Körper bedeckt und sich langsam aber sicher mit transparenter Glibberkotze füllt. In diesem Zustand lässt es sich übrigens nur noch durch eine riesige Gummi-Lunge atmen, die ebenfalls in dem Prozess entsteht, und außerhalb des Körpers herumwabert. Irres Zeug! Desweiteren gibt es natürlich Vampir-MakeUp der besonders brachialen Art und einige Gore-Einlagen, deren Hightlights in der deutschen Fassung leider herausgeschnitten wurden.

Kennt noch einer das Musikvideo zu 'Total Eclipse of the Heart'?

Fazit: Typischer Fall von ’Kann man kucken, kann man lassen, wird keiner lieben und wird keiner hassen’. Auf deutsch: Greift lieber zu ’From Dusk till Dawn’!


Hudson