Der verlorene Schatz von Cavete



Originaltitel: Falcon's Gold (1982)
Regie: Bob Schulz Drehbuch: Arthur Conan Doyle, Olaf Pooley & Walter Bell
Darsteller: John Marley, Simon MacCorkindale, Louise Vallance FSK: 16


Schon beim englischen Alternativtitel ’Robbers of the sacred mountain’ und dem Herstellungsjahr 1982 düfte dem einen oder anderen klar sein, womit wir es hier zu tun haben. Natürlich mit einem TV-Abenteuer-Schwank im Fahrwasser der ’Jäger des verlorenen Schatzes’.

Indy-Klau Vol. 1
Der greise Geschichtsprofessor Falcon und der junge Journalist Richards geraten in eine Jagd nach dem uralten Schatz des Cavete. Millionär Murdoch hat ebenfalls Interesse an dem Gold und setzt alles daran, Falcon zu ’überzeugen’, ihm zu helfen. Dabei schreckt er auch nicht vor Überfällen in dessen Museum oder der Entführung seiner Enkelin Tracy zurück. Nach erfolgter Rettungsmission machen sich Richards und Tracy gemeinsam auf den Weg nach Südamerika, um das Geheimnis um den Schatz zu lüften. Ins Abenteuer begleitet sie die junge Einheimische B.G., die sich zwar in Richards verliebt, insgeheim jedoch für Murdoch arbeitet. Dieser hat ganz eigene Absichten, den Schatz betreffend. Er will durch dessen übernatürliche Kräfte die Weltherrschaft an sich reißen…

Ja, diese Nummer wieder…

Indy-Klau Vol. 2
Die war noch nie besonders originell, weder bei Bond, noch bei Dr. Jones Himself. Dass es aber immer noch ein bissel dämlicher geht, haben wir in diesen Gefilden längst erforscht. Hier lässt Bösel Murdoch mal eben alle Verteidigungsminister der wichtigsten Staaten herbeifliegen und unterbreitet ihnen ganz im Dr. Evil-Style, ein unwiderstehliches Angebot. Mit der ihm zukünftig zur Verfügung stehenden Macht, könne er das “Atom-Potential“ und den Stromgebrauch beherrschen, was ihn letztlich unter anderem dazu führen könnte, dass er die Gefriertruhen auf der ganzen Welt außer Funktion setzen könnte (O-Ton).
Davon abgesehen ist ’Der verlorene Schatz von Cavete’ ein eher unspektakuläres Abenteuerchen, mit einigen Stunts, Schießereien, Atztekischem Budenzauber, ein paar irren Mönchen, die Vogelspinnen essen und einer Prügelei im Museum, in der ein Räuber mit dem Schnabel eines Pterodaktylus-Preparats erstochen wird.
Simon MacCorkindale (’Talon im Kampf gegen das Imperium’), der Mann mit dem irren Namen und der passenden Nase ist recht charmant als pfeiferauchender und sprücheklopfender ’Indy’-Verschnitt, John Marley (’Der Teufel auf Rädern’) fällt vor allem durch seine Ähnlichkeit zu Ian ’Gandalf’ McKellen auf, hat aber leider nicht die Häfte von dessen Talent und die Herzdamen lockern das Geschehen mit einigen Nacktszenen, etwas Drama und Humor auf.

Richards: “Keine Sorge, es passiert ihr schon nichts. Auf diese Weise habe ich sie einigermaßen im Auge.“
Professor: “Ich scheiße auf ihr Auge.
Enkelin “Mir würde das besser stehen.“

Just a gigolo...

Fazit: Fazit, Schmazit... warum muss immer alles in kleine Happen zusammengefasst werden? Doch nur, damit lesefaule Leute das eigentliche Review überspringen, und zum nächsten Bier greifen können. Aber heute nicht, Freunde. Zur Strafe, dass ihr einfach hier runtergescrollt habt, müsst ihr den Text zweimal lesen!




PS: Entschuldigt diese ’Fazit’-Geschichte.
PPS: Der Film ist ’ganz witzig’.



Hudson