Camp des Grauens 3


‘She's back to Slash last year's record.’


Originaltitel: Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland (1989)
Regie: Michael A. Simpson Drehbuch: Fritz Gordon & Robert Hiltzik
Darsteller: Pamela Springsteen, Tracy Griffith, Michael J. Pollard FSK: 18


Mensch, die Angela. Die hat eine Art, die nicht viel Spielraum für Mätzchen lässt. Das muss auch die junge New Yorkerin Maria am eigenen Leib erfahren. Das Mädel war gerade auf dem Weg ins Camp ’New Horizons’ (ehemals ’Rolling Hills’), als Angela in einem Mack Truck durch die Hood gefegt kommt und sie kurz und schmerzvoll über den Haufen fährt. Mithilfe ihrer neuen Identität gelangt ’Mary’ nun endlich dahin, wo sie es schon immer am schönsten fand. Sie liebt halt das Camping, die Gute.

Angie is back
(diesmal mit'm Mack)
Im Lager angekommen, macht sich Mary/Angela gleich mit den neuen Bedingungen vertraut. Ihr alter ’Spielplatz’ ist mittlerweile in der Hand eines älteren Ehepaars, die das Camp zu neuen Ufern führen wollen und reiche Jugendliche mit weniger privilegierten Peers zusammenbringen. Gemeinsam tritt man eine Reise in den nahe gelegenen Wald an, wo Zelte aufgeschlagen, Fische gefangen und eine ’Happy Camper’-Zeit verbracht werden soll. Doch es dauert nicht lange, bis die Kids sich in die Haare bekommen und schließlich deftig über die Stränge schlagen. Und das ist ein absolutes No Go in der Gegend. Denn egal ob arm oder reich, wer hier nervt und gegen die Regeln verstößt, endet in/durch Angelas flinken Mördergriffel(n)…

“Sei froh, dass du tot bist. In ein paar Jahren hättest du einen schrecklichen Hängebusen bekommen!“

Let me be your Zelthering
Sparen wir uns an dieser Stelle die Kommentare bezüglich der klischeebeladenen Oberflächlichkeit und cineastischen Einfältigkeit und langen gleich nach dem Eingemachten: Im Mittelpunkt steht einmal mehr Pamela Springsteen als Angela, die sich über den kokelnden Leichen ihrer Opfer einen Marshmallow röstet, einen eigens erdachten Rap für einen Wannabe-Gangsta auf Tape freestylt, bevor sie ihn zu Brei knüppelt und einer TV-Tussi, die so dumm ist, Angie auf ein Gramm Koks anzuhauen, Abflussreiniger verabreicht. Klingt alles gewohnt Over the Top, doch die Kills sind einen Hauch weniger kreativ als jene in Teil 1 und 2. Dafür ist die Mucke noch mal ’ne Nummer fetziger und der Film so überschaubar kurz, dass einem gar nicht die Zeit bleibt, um sich über die klischeebeladene Oberflächlichkeit und cineastische Einfältigkeit große Gedanken zu machen.

“Wo ich wohne sind alle in einer Gang.“
“Und wie ist das so?“
“Das weißt du doch. Wir tragen Lederklamotten, fahren heiße Öfen, tragen Halstücher. Dieser ganze Gang-Scheiß. Ich wünschte, ich könnte aussteigen.“

"Ich würd auch gerne aussteigen.
Aber mein Rambotuch bleibt dran!"

Fürs Zwischendurch geht der dritte Teil mit Augen zu und drei Bier auf Reserve noch in Ordnung. Danach war Schluss und das war auch gut so… bis 2008 im Rahmen des Remake-Wahnsinns tatsächlich ein neuer Teil auf den Markt geschissen wurde. Leute, Leute, Leute.


Hudson