Bubble Boy - FilmFlausen.de
                          




Bubble Boy


"Life is an adventure. Don't blow it.“


Originaltitel: Bubble Boy (2001) Regie: Blair Hayes
Drehhbuch: Cinco Paul, Ken Daurio
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Swoosie Kurtz, Danny Trejo FSK: 12


Jeder von euch, der im Besitz eines Fernsehers und einer funktionstüchtigen Fernbedienung ist, wird sich diese Situation gut vorstellen können:
Ihr zappt gelangweilt durch’s Programm und seht plötzlich, wie sich eine große durchsichtige Plastikblase durch ein enges Treppenhaus nach unten zwängt.
Und schon ist es passiert, ihr könnt nichtmehr wegschalten, weil ihr einfach wissen müsst, was da los ist und warum ein Junge in der Blase steckt. Dann quetschen sich Junge und Blase durch die enge Haustür und euch fällt auf, Mensch, das ist doch der von Donnie Darko. Genau, Jake Gyllenhall und er strahlt mit riesigen Kulleraugen naiv grinsend in die Welt. Wenn er jetzt noch in lautes Freudengeheul ausbricht, weil er in einen Hundehaufen getreten ist, dann ist es ganz sicher, ihr seht „Bubble Boy“.

Das ist Jimmy.
Er lebt in einer Plaste-Blase.
Der Typ in der Blase ist Jimmy Livingston. Er wurde ohne Abwehrstoffe geboren und darum von seiner Mutter (Swoosie Kurtz) in einem hermetisch abgeriegelten Sauerstoffzelt großgezogen.
Und weil es sich so schön anbot (ganz ohne bösartige Einflüsse von außen), bekam er von ihr eine christlich-moralische Erziehung eingeimpft, die locker für eine ganze Konfirmandengruppe gereicht hätte.
Dazu gehört, dass er nur das von Mutti genehmigte Fernsehprogramm sieht, kruzifixförmige Kekse knabbert und das Treuegelöbnis der Vereinigten Staaten aufsagt, sobald sich eine Erektion ankündigt.
Als Jimmys beste (und einzige) Freundin Chloe (Marley Shelton) aka „das Miststück von nebenan“ den bescheuerten Stiffler-Verschnitt Mark (Dave Sheridan) heiraten will, möchte er das auf jeden Fall verhindern.
Nur zu dumm, dass die Zeremonie an den Niagarafällen stattfinden soll. Von seinen Eltern kann Jimmy in dieser Sache keine Hilfe erwarten und so macht er sich heimlich und ganz alleine in einer selbstgebastelten Plastikblase auf den Weg.
Auf seiner Odyssee lernt er einige seltsame Gestalten kennen. Da ist zum Einen eine durch die Lande tourende Sekte, deren Mitglieder ständig euphorisch irgendwas von „hell und leuchtend“ singen und auf der Suche nach ihrem Erlöser sind, der in Gestalt einer Kugel auf die Erde gekommen sein soll. Dann gibt es noch die beiden uralten Opis Pappy und Pippy, die sich vor ewigen Zeiten wegen einer Dame namens Muschi (der Name wird wegen der Altersfreigabe immer von einem lauten geräusch übertönt) verstritten haben, Pushpop (Brian George), den verrückten Inder, der Milcheis verkauft, um den Ungläubigen die Heiligkeit der Kuh nahezubringen und den winzigen Dr. Freak (Verne 'Mini-Me' Troyer) mit Hosenträgern und Schiebermütze), der einen Eisenbahnwagon voll missgebildeter Typen hat. Wem das noch nicht reicht, dem geb ich noch Dany Trejo als wilden Motorradrocker Slim, der seiner großen Liebe „Wildfire“ nachtrauert, dazu.
Jeder von ihnen begleitet „Bubble Boy“ ein Stück auf seiner Reise und hilft ihm (der eine mehr, der andere weniger), sein Ziel zu erreichen.


Der Traum eines jeden Jungen:
Eine Spritz-Tour mit 'nem Ex-Knacki.

„Bubble Boy“ ist ein herrlich verrückter Film, voll durchgeknallter Ideen und witziger Typen. Und wenn die Darsteller sagen würden, sie hätten für ihre Rollen kein Geld bekommen, sondern nur aus Spaß an der Freude mitgemacht, dann würde ich’s ihnen glauben. Nicht, dass wir uns jetzt falsch verstehen, es handelt sich hier nicht um ganz großes Kino, aber der Film macht einfach richtig Spaß und ist für einen unterhaltsamen Popcornabend mit Freunden genau das Richtige.

Leone