Brain of Blood - FilmFlausen.de
                          




Brain of Blood


‘A Blood-dripping Brain Transplant turns a Maniac into a Monster...’


Originaltitel: Brain of Blood (1972)
Regie: Al Adamson Drehbuch: Kane W. Lynn & Samuel M. Sherman
Darsteller: Grant Williams, Kent Taylor, John Bloom FSK: unbekannt


’Brain of Blood’, der vierte (eher inoffizielle) Teil der ’Blood Island’-Saga, wurde nicht mehr von Eddie Romero und Gerardo de Leon inszeniert, sondern von Trash-Vielfilmer Al Adamson (’Satans Sadists’) und das in allerbester Mad-Scientist-Schrott-Manier.

“Hol mal den Sauerrahm!
Ich glaub, der ist durch!“
Als Abdul Amir, der Herrscher einer Bananen-Republik an Krebs verendet, wird sein Gehirn von seinen treu Ergebenen in die USA importiert, wo Dr. Trenton das Teil in einen frischen Körper transplantieren soll. Wie es das Mad-Scientist-Genre will, geht etwas schief und der angedachte Wirtskörper wird von Trentons tumbem Zombie-Assistenten Gor (bloß kein Klischee auslassen!) verschusselt. Das einzige, was dem Doktor jetzt übrig bleibt, ist, das Gehörn in Gors eigene Riesenrübe einzupflanzen. Doch darüber hinaus hat Dr. Trenton noch ganz andere Pläne, die nicht im Sinne seines Patienten und dessen Angehörigen sein dürften. Als mehrere Anschläge auf letztere verübt werden und Amir aufwacht und erkennt, dass sein Geist in einem entstellten Körper steckt, überschlagen sich die Ereignisse...

Homer Simpson -
The Acne Years

“Die Gehirne können von Generation zu Generation weitergegeben werden. Große Geister werden für immer leben können. Die Welt wird von einer Rasse von Unsterblichen regiert werden.”
“Aber was wird mit ihrem Gehirn passieren, Doktor? Wenn niemand ihr Geheimnis kennt, wer wird sie operieren?“
“Eines Tages werde ich mein Geheimnis anderen lehren. In einem von mir kontrollierten Land, das nur der Wissenschaft gewidmet ist.“


Oh mei, oh mei. Was für ein Super-Trash!
Ein Patient, der komplett in Alufolie gehüllt wurde, ein Kleinwüchsiger, der in voller Chirurgen-Montur auf einen Stuhl steigen muss, um die Kartof… äh den Patienten aufzuschneiden und zwei angekettete Mädchen im Folter-Keller, die regelmäßig vom selben Gnom das Blut abgezapft bekommen! All das und das wirre Skript, die Badekappen-Effekte, sowie der wiederaufbereitete Soundtrack von ’Mad Doctor of Blood Island’ sprechen zwar gegen die Qualität, aber für den Unterhaltungswert dieser cineastischen Schleuderware. Ebenso die Tatsache, dass das ’Taj Mahal’ als Regierungssitz des Staates ’Kalid’ präsentiert wird und die tropfenden Kellerverliese, in denen Gummispinnen auf Frauenärmeln hocken und längst vergessene Gefangene von der Decke baumeln.
Als ’Gor’ eumelt John Bloom durch’s Geschehen, der auf solche Rollen abonniert ist (er spielte u.a. Frankensteins Monster in ’Dracula vs. Frankenstein’). Witzig, dass diesem eigentlich sanften Riesen, der zum Monster wird, der Kleinwüchsige Angelo Rossetti als bester Freund zu Seite gestellt wird, den man als ’Master’ (dem denkenden Teil des ’Master-Blasters’) in ’Mad Max beyond Thunderdome’ kennt. Als ’Mad Scientist’ glänzt hier übrigens Kent Taylor, der auch schon im Vor-Vorgänger ’Brides of Blood’ den ’Dr. Henderson’ gab.

This guy is too much!

Fazit: Eine Ansammlung zahlreicher Blödsinnigkeiten, deren Resultat einen gleichermaßen erbärmlichen, wie unterhalsamen “Film“ ergeben. Es ist immer wieder erstaunlich, wie es manche Filmemacher schaffen, die Begriffe ’eklig’ und ’drollig’ so nah aneinander anzusiedeln.


Hudson