Boa vs. Python - FilmFlausen.de
                          




Boa vs. Python


‘Duell der Killerschlangen’


Originaltitel: Boa vs. Python (2004)
Regie: David Flores Drehbuch: Chase Parker & Sam Wells
Darsteller: David Hewlett, Jaime Bergman, Kirk B.R. Woller FSK: 16


Without further ado: A Partner-Review for you!

Hudson:
Hudson und Mama Leone begrüßen euch herzlich zu Partner-Review.
BOA VS PYTHON, müssen wir mehr sagen?
Mama Leone:
Ah, es geht um Schlangen.
Hudson:
Und um die Wurst. Der Michael Buffer dieses Films spricht: „Machen sie sich bereit für den Kampf, auf den wir seit langem warten.“
Mama Leone:
Was da boxen jetzt 2 Schlangen gegeneinander?
Hudson:
Nee, oder?
Mama Leone:
Nein, es sind wohl doch eher zwei Luchadori und der eine hat eine Zielscheibe auf den Solarplexus gemalt. Also für mich wär Boxen schon deshalb nichts, weil zu Beginn immer das Gewicht genannt wird.
Hudson:
Typisch Frau. Derweil packen Leute mit roten Ohrenschützern in York, Pennsylvania irgendwelche Sachen aus einem Transporter… Snakes on a Plane?
Mama Leone:
Nein, ein dicker Mann
Hudson:
Also gleich zu Beginn zwischen zwei Plots hin und herzuschneiden ist mir schon fast zu episch für einen Tierhorror. Das zieht Nebenluft.
Mama Leone:
Jetzt laden sie was aus.
Hudson:
Erinnert an den Anfang von Jurassic Park… Whoa! SNAKES ON A TRUCK.
Mama Leone:
Es spitzt sich zu: Schnelle Schnitte zwischen Boxring und Ringelnattern.
Hudson:
Und dazu gibt’s Musik, die an ‚Fluch der Karibik’ erinnert. Gleich nimmt der Zielscheiben-Luchador die Maske ab und sagt: ’Pirat!’
Mama Leone:
Ui, ein Mann wollte beim Transporter eine Bombe zünden, da fraß ihn die Schlange auf. BOOM.. Alle tot. Außer bestimmt der Schlange, die ja nur mitten drin war.
Hudson:
Nudity im Bad. Dank Frau mit Schlangentattoo und Shampoo auf dem Schwamm!
Mama Leone:
Glibber!
Hudson:
„Ich hasse es, mit giftigen Anakondas zu baden!“ Es gibt giftige Anakondas?
Mama Leone:
Die sind über den Wolken.
Hudson:
Also doch ’Snakes on a Plane’. Der Typ hat also vor, seinen ’Kunden’ eine Riesenschlange als Jagdbeute vorzusetzen. ClevererererTyp!
Mama Leone:
Ahja, jetzt mutmaßt ein eifriger Reporter einen Al-Quaida Anschlag.
Hudson:
Diesen Terroristen ist echt jedes Mittel recht, Jetzt schon mit Schlangen… tz tz tz.
Mama Leone:
Und mittlerweile haben die Bullen Schlangenschuppen von der Größe eines Eierkuchens gefunden.
Hudson:
Hmjamjam, lecker, Eierkuchen.
Mama Leone:
Und jetzt finden sie eine riesige Bunker-Tür, die unter die Erde führt. Is ja wie bei ’Lost’!
Hudson:
Meanwhile in another part of the galaxy: SNAKE ATTACK!
Mama Leone:
Wie, sind das jetzt zwei Schlangen?
Hudson:
Nunja, der Titel ’Boa vs Python’ weist subtil auf diese Möglichkeit hin, gelle.
Mama Leone:
Oh… ja. “Es sieht aus wie eine Betäubungspfeil, aber für was?“ “Das weiß ich noch nicht, aber was immer es ist: Es ist aufgewacht!“
Hudson:
*gröhl* .. Heiss …
Mama Leone:
Was? Ein paar Riesenschlangen entkamen aus Russland? Dann war dieser Typ mit dem Hut also doch ein Russe?
Hudson:
Was?
Mama Leone:
Egal.. Also bei den ganzen Bikinis und großgemusterten Bermudas ist der Erklärungs-Untertitel ’Miami Florida’ eher überflüssig. Aber sehr schön, diese Schriftart.
Hudson:
Ja, schön bunt.
Mama Leone:
Jaja, noch machen sie schön Wetttauchen im Pool, aber bald werden sie von der Riesenschlange gefressen. Wirste sehn…
Hudson:
Krass auch diese ’Ausrasiert Nacken im G.I.-Stil’-Frisur… das müssen wirklich Russen sein. Immerhin haben wir jetzt unsere Protagonistin. Eine blonde Super-Taucherin und Meeres-Biologin namens Monica, die gerade Erwägungen über ihren ’Future Partner’ Schlangendoktor Emmett anstellt. “Bestimmt so ein langweiliger, blasser Christopher Lloys Verschnitt..“ NANANA!
Mama Leone:
Hey den kenn ich doch!
Hudson:
Klar, das ist David Hewlett aus ’Nothing’ und ’Cube’. Der sieht aber eher aus, wie eine Mischung aus Q.T. und Michael Hurst. Dass der sich für sowas hergibt…
Mama Leone:
Beim ersten Blick auf eine Riesenschlange kriegt sie das große Schreien. Sehr geeignet für den Job. Jetzt wollen sie also die Riesenboa von dem Emmett ausleihen, um den entflohenen Python zu finden…
Hudson:
Das wird ja immer heißer! Und zum Beweis, dass sie wirklich zahm ist, gibt Emmet der Riesenboa eine kleinere Schlenge zu fressen…
Mama Leone:
Ja und natürlich frisst die riesige Boa auch viel lieber die Mini-Schlange als den großen leckeren Menschen, der sie ihr hinhält. Und was soll die jetzt machen? Die Python durch Schnüffeln aufspüren?
Hudson:
Wow, jetzt treffen sich die ’Kunden’. Das sind hartgesottene Kopfgeldjäger, die die Schlange jagen wollen und sich zur Besprechung eine Limo bestellen.
Mama Leone:
Mit Strohhalm bitte!
Hudson:
Ein Meisterjäger-Skinhead, ein Lilalaune-Bär mit Schlangenleder-Stiefeln, ein Scharfschützen-Heinz und zwei nerdige Warnsignal-Jacken-Träger… nennen wir sie die ’Mario Bros’.
Mama Leone:
Und Emmet und Delphin-Mädchen Monica (die sonst nur mit Tümmlern zu tun hat) sollen die gute Boa gegen die böse Python kämpfen lassen.
Hudson:
Dat glob ick nesch. Dat giv det doch net.
Mama Leone:
Aber erstmal die Mickey-Mouse-Handschuhe anziehen und ein bissel an der Boa rumforschen.
Hudson:
Ah, die Python kommt grad aus dem Gulli vom Kanalarbeiter-Naschen. Die ist übrigens grau. Die Boa ist rot. Damit es zu keiner Verwechslung kommt.
Mama Leone:
Ja, schön rot.
Hudson:
“Du nennst deinen Schwanz ’Lester’?“ “Nicht ich.. Candis hat ihn immer so genannt Mama Leone:
Sehr taktvoll, das seiner neuen Freundin zu sagen.
Hudson: Was jetzt. Poppen die?
Mama Leone:
UIUIUIUIUIUIUIUIUI…
Hudson:
AAAAAAAAAAAAAAAAAARGH! ORALVERKEHR MIT PYTHON!!!
Mama Leone:
Hiiiiiiiiiiiiiiiiiillllllllllllllfffffffffffffffffffff.
Hudson:
Uff… naja, Die Zunge dafür hat sie ja, die Python.
Mama Leone:
Wieder im Labor (’Sechs Kilometer außerhalb von Philadelphia’ dieser Text wird ununterbrochen eingeblendet!) bauen unsere beiden Helden etwas in den Python ein. Hudson:
Einen Flux-Kompensator?
Mama Leone:
Wieder der Reporter. Feuert seinen Kameramann, nur weil er ihm die nackte Wahrheit ins Gesicht sagt.
Hudson:
“Dein Scheiß ist doch nur Mache!“
Mama Leone:
Ja und jetzt geht er auf der Suche nach einem Handy-Signal in die tiefe Pampa hinein…
Hudson:
Und das, obwohl er 200 Dollar im Monat für sein Handy bezahlt. “Wechsel mal den Provider!“ hehe, recht hat das Kamerakind!
Mama Leone:
“Die Polizei hat grad Reste eines jungen Pärchens gefunden!“
Hudson:
Viel mehr hätte mich der Gesichtsausdruck der weiblichen Rest-Hälft interessiert.
Mama Leone:
Der Regierungsbeamte will nicht länger warten und muss die Boa in den Kampf schicken. Aber Emmett will das nicht zulassen.
Hudson:
Crikey. Derweil fahren die ’Schlangenhaut-Jäger’ im Mercedes vor.
“Wir sollten erst einmal die Gegend sondieren!“ Damit ist übrigens gemeint, dass jeder Teilnehmer seine (anscheinend) 100 Handfeuerwaffen laden muss. Hach, eine Nachlade-Montage. Herrlisch!
Mama Leone:
Jetzt wird die Boa in die Kanalisation gekippt. Wow. Wer macht solche Filme?
Hudson:
Der Regisseur von ’SS Doomtrooper’!
Mama Leone:
Aber schön die Aufteilung: Bei den Guten gibt’s eine Blondine mit blauen Augen und rosa Lip-Gloss und einen wuscheligen Knuddel-Öko-Scientist und die Bösen sind dunkel, tätowiert und sexy.
Hudson:
Hahah. Die ‘Super Mario Bros’ nerden ein wenig. “Ich hab gestern im Internet nach Pythons gegoogelt.” Lolomio!
Mama Leone:
“Mein Junge ist hinter dem Python her!” Der ist hinter gar nichts her. Der ballert doch nur ins Laub!
Hudson:
Höhöhö “Seit 15 Jahren warte ich darauf, dieses Ding einzusetzen!” Wow, eine schicke Handgranate haben sie da, Mr. Super Mario.
Und gehen wir wieder Deeper Underground. Da feuern die Soldaten aus allen Rohren auf… Rohre. Und im Hintergrund kreischt die Boa wie ein Phillip Boa.
Mama Leone:
Oder Rocky Balboa.
Hudson:
ADRIEEEEEEEEEEN!
Ich kann’s nicht fassen, dass noch keiner von diesen Jagd-Papköppen den Löffel abgegeben hat. Vielleicht klappt’s ja jetzt: Der Anführer zündet sich die Kubanische mit dem Flammenwerfer an.
Mama Leone:
Weiß doch jeder, dass so etwas völlig das Aroma verhunzt. Amateure! Jetzt labert Emmett ein bissel aus dem Nähkästchen. Ahja, seine kleine Schwester ist damals beim Zähneputzen auf eine Sidewinder getreten und daraufhin gestorben. Seither arbeitet er mit den Viechern, um sie besser zu verstehen.
Hudson:
Wen, die Schwester?
Mama Leone:
Nein, die Schlangen!
Hudson:
WAS IST JETZT! “Sieht aus, als würde sich ihre Boa mit dem Python einlassen?” Wow. Schlangen, die Poppen. Sowas hab ich auch noch nicht gesehen.
Mama Leone:
Eine Schlangenvergewaltigung...
Schön, dass der coole Jäger-Typ jetzt in der Kanalisation auch seine Sonnenbrille abnimmt.
Hudson:
Dafür wird er auch gleich gefressen! Woanders laufen sie schon mit Flammenwerfern rum.
Mama Leone:
Der eine sieht ja aus wie Luke Wilson.
Hudson:
Das hilft jetzt auch nix mehr.
Mama Leone:
Wo kommt denn da jetzt dieser Anzugträger mit Knopf im Ohr her?
Hudson:
Und woher kommen die ganzen Eier? Hat die Boa jetzt innerhalb einer halben Stunde Kinder bekommen?
Mama Leone:
Von wem soll die Boa denn sonst schwanger sein?
Hudson:
Von David Hewlett?
Mama Leone:
Nee vom Python. Aber der isst jetzt die Eier auf! Das darf man nicht! Der ist doch der Papa. Was jetzt? Ist das ein anderer Film? Ist das Gülcan? Eine Disco? Hahaha die größte Sorge der Clubber ist, dass die Schlange den DJ frisst.
Hudson:
Pech gehabt.
Mama Leone:
Luke Wilson ist auch schon da. Aber die Schlange ist weg. Dafür zündet er jetzt die ganzen Soldaten an.
Ah, die liebe Schlange trifft erneut auf die böse. Gleich verknoten sie sich für immer und sind ’Auryn’.
Nein! Jetzt hat Emmett einen Betäubungspfeil auf den Berserker-Jäger geschossen, der bestimmt von der Schlnage gefressen, die daraufhin selbst betäubt ist.
Hudson:
Wo sind wir denn jetzt? Eine CGI-Subway-Station?
Mama Leone:
LOL! Is ja wie bei Asterix… da fährt einfach ’ne U-Bahn durch!
Hudson:
BATSCH. Evil Snake is dead!
Mama Leone:
“Wir sind ein gutes Team. Und mit Betty schon drei.“
Hudson:
Ist ’Betty’ die Schlange?
Mama Leone:
Hö? War das jetzt das Ende? Die Schlange ist weg und die beiden Eumel gehen sie besuchen?
Hudson:
Tja, ich schätze schon.

Mama Leones Fazit:
Nicht wirklich gut aber auch nicht wirklich schlecht, etwas mehr Schlangen-Action hätte nicht geschadet und sicher auch noch etwas über die hauchdünne Story hinweggetröstet. (Nur wäre dann wohl auch noch denen in der allerletzten Reihe aufgefallen, wie schlecht die Viecher gemacht sind.) Sehr schön übrigens, wie hier auf das geistige Vermächtnis von Kroko-Kumpel Steve Irvin Bezug genommen wird. Wir hätten nämlich alle keine Angst mehr vor Schlangen, wenn wir sie besser kennen würden und sie würden dann auch niemanden mehr beißen.

Hudsons Fazit:
Knapp durchschnittlich unterhaltsame Dummkohl-Tierhorror-Kost mit einigen unüblich amüsanten Szenen (’Schlangen-Oral-Verkehr’) und den üblichen Verdächtigen plus David Hewlett, dem schiefgesichtigen Tofu-Hopser aus dem Nichts. Bad Fx, Bad Script, Bad Movie. Aber nichts, was mich in Pein aufscheien lässt. Ich lehn mich zurück und sing ein Lied mit dem Titel ’Solala’.

Hudson