Blutiger Valentinstag - FilmFlausen.de
                          




Blutiger Valentinstag


‘There's more than one way to lose your heart...’


Originaltitel: My Bloody Valentine (1981)
Regie: George Mihalka Drehbuch: John Beaird
Darsteller: Paul Kelman, Lori Hallier, Neil Affleck FSK: 18


Nette Typen
Das ’Slasher’-Genre (und das weiß jeder, der mehr als 5 Filme aus demselben gesehen hat) suppt geradezu vor Derivaten und Kopien sich immer wiederholender Formeln, die selten vor Einfallsreichtum sprudeln.
Da die Stories meist nur in punkto Location, Herkunft des Killers und der Reihenfolge der zu killenden Opfer variiert, kann man nach einigen Jahren auch schon mal vergessen, welcher Film-Irre jetzt durch welche Stadt rannte und wen umbrachte. An ’Blutiger Valentinstag’ erinnere ich mich persönlich sehr gut, da es der erste ’Slasher’ war, den ich (vor scheinbar einer Ewigkeit) ganz offiziell nach dem 18. Geburtstag aus der Videothek auslieh.
Location und Herkunft des Killers sind hier nicht so schnell zu vergessen:
Es geht um den Minen-Arbeiter Harry Warden, der im Bergarbeiter-Kaff ’Valentines Bluff’ mit 4 anderen Kumpeln verschüttet wurde, weil zwei Kollegen sich mehr für den ’Valentins-Ball’ interessierten als für den Methan-Druck im Stollen.

Böööse Typen
Nach einer Explosion, unter Schutt und Asche begraben, wurde Harry als einziger ’lebendig’ geborgen. Um zu Überleben, musste er allerdings die Kollegen vernaschen, was in seinem Kopf eine nicht unerhebliche Fehlzündung verursachte. Nach einigen Jahren im Sanatorium als ’geheilt’ entlassen, schnappte sich Harry Atem-Maske, Kumpel-Kluft und Spitzhacke und ’bedankte’ sich bei den schuldigen Aufsehern mit einer Portion ’Loch im Bauch’. Seine eindringliche Ermahnung, im Ort nie wider einen ’Valentinstag’ zu feiern wurde eingehalten.
20 Jahre später sehen das die jugendlichen Bergarbeiter und ihre Püppis überhaupt nicht mehr ein. Ihr trister Alltag soll, entgegen den Warnungen der Alten, mit einem süffigen Valentines-Fest versüßt werden. Und als hätte er’s im Radio gehört, ist Harry wieder da und er ist alles andere als erfreut…

Die üblichen Storyschwächen, die das Runterasseln des ’Zehn kleine Negerlein’-Prinzips mit sich bringt, kann man ’My bloody Valentine’ (O-Titel) verzeihen, da der Film sehr gut fotografiert ist und mit der Mine, in der sich das letzte Drittel abspielt, eine wirklich atmosphärische Grusel-Grotte bietet. Außerdem ist der Film mit wirklich guten Darstellern gesegnet, was im Slasher-Genre ja alles andere als üblich ist.

Rennende Weiber

Eine Empfehlung bekommt ’Blutiger Valentinstag’ von mir nicht nur wegen der guten Erinnerungen. Sicher hat er unverkennbare Schwächen, die meines Erachtes durch seine Stärken allerdings weniger ins Gewicht fallen. Für Freunde der gepflegten ’Killing Spree’ ein Muss.

Hudson