Blood Suckers - FilmFlausen.de
                          




Blood Suckers


‘Sie kommen und haben die Tollwut im Leib’


Originaltitel: I Drink Your Blood (1970) Regie & Drehbuch: David E. Durston
Darsteller: Bhaskar Roy Chowdhury, Jadine Wong, Rhonda Fultz FSK: 18


“Allen Geistern will ich hiermit zur Kenntnis bringen, dass ich ein Steinbock bin! Ich Forrest Bone bin Satans erster Sohn!“

Der ist toll...
Starker Tobak, den der Anführer der nacketen Hippie-Clique da am Lagerfeuer mit Blutopfer von der Lippe fallen lässt. Die Jungs und Mädels sind neu in der Stadt und haben ihr Lager im dunkeln Wald aufgeschlagen, um ihre schwarzen Messen und ähnlichen Schweinskram dort zu zelebrieren. Zu dumm, dass das einheimische Mädchen Slyvie sie dabei beobachtet. Die Halbstarken fackeln nicht lange und verprügeln und vergewaltigen sie.
Erst nachdem die Halunken sich in einer Bruchbude in der Stadt eingenistet haben, erzählt Slyvia ihrem Großvater die Wahrheit. Erzürnt versucht er, es der ’Satansbande’ heimzuzahlen, scheitert jedoch selbst mit seiner doppelläufigen Schrotflinte jämmerlich und bekommt von den Freaks die Brille zertreten und eine Überdosis LSD verpasst.

...der ist wütend...
Jetzt wird’s dem kleinen Pete, Sylvias Bruder, zu bunt. Er versorgt die ’Hippies’ mit frisch gebackenen Fleischpasteten und mischt eine ordentliche Ladung Blut vom (frisch erlegten) tollwütigen Hund mit hinein. Einige Stunden später haben sich die Teufelsanbeter in geifernde Crazies verwandelt, die in ihrem Gift-Wahn alles und jeden angreifen und zum großen Unglück der Gemeinde ihr ansteckendes Sputum nicht für sich behalten können…

Schau an, was dieser Titel trotz fragwürdigem Ruf und dämlichem Cover alles zu bieten hat! Hier haben wir einen grimmigen Vertreter des frühen Seventies Horror zu tun, dem auch später namhafte Regissuere wie George Romero (’The Crazies’), Wes Craven (’Last House on the Left’) und David Cronenberg (’Rabid’) ihre Filme beisteuerten, in denen sich zahlreiche Elemente aus ’I drink your Blood’ (Originaltitel) wiederfinden.
Zwar hat der Film zwischendurch einige lahme Kurzstrecken, kriegt aber ringsum immer wieder die Spannungskurve. Nervenzerreißend ist allerdings nur die Begleitmusik, die in schrillen Tönen schwelgt, von denen aber kein einziger zum Bild passen will.

...der ist tollwütend!

Trotztdem ist und bleibt ’Blood Suckers’ ein kleiner fieser Sargnagel, der zu schocken weiß & einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungswert besitzt. Und aus dem Mund schäumende Killer-Hippies haben etwas unwiderstehliches!

Hudson