Blood of Ghastly Horror - FilmFlausen.de
                          




Blood of Ghastly Horror


‘Human zombies rise from their coffins as living corpses!’


Originaltitel: Blood of Ghastly Horror (1972)
Regie: Al Adamson Drehbuch: Al Adamson, Mark Eden,
Chris Martino, Dick Poston & Samuel M. Sherman
Darsteller: John Carradine, Kent Taylor, Tommy Kirk FSK: unbeannt


Just the facts, ma'am.

Oha, Al Adamson, da läuten die Alarmglocken, da spannt das Zwerchfell vorsichtshalber und auch die Nerven tanzen Blankenese.

Leider kommt es bei ’Blood of ghastly Horror’ nicht zu amüsanten Genre-Lachern wie bei Adamsons Schlockern ’Brain of Blood’ oder ’Horror of the Blood Monsters’. Anstelle dessen gibt es gepflegte Langeweile, eine zusammengeflickte Story und ein Gros an erklärenden Dialogen, die doch nur in die Irre führen.

They called him the
STEREO STRANGLER!
Der Plot geht ursprünglich auf einen von Adamson 1964 gedrehten Thriller zurück, in dem zwei Räuber Diamanten stehlen, einer von ihnen ist ein tief gestörter Psychopath. Kein Verleih war interessiert an dem Film, also tat sich Adamson mit Sam Shephard zusammen und beide drehten zusätzliches Material mit John Carradine, der einen Mad Scientist spielte, welcher dem Psychopathen nach der Rückkehr aus dem Vietnamkrieg ein elektronisches Gerät ins Hirn schraubte, welches ihn erst zum Psychopathen macht.
Das Ergebnis interessierte leider immer noch keinen Verleiher und so wurde eine weitere Story drumherum gesponnen, nämlich die eines Polizisten, der den ganzen Fall aufrollt und des Vaters von Mr. Psycho-Nam-Heimkehrer, der sich als Voodoo-Onkel verdingt und einen ferngesteuerten Zombie auf die Schuldigen hetzt . Wir haben also einen Gangsterfilm, der durch Science-Fiction-Horror-Elemente ergänzt und später noch einemal mit Krimi-Gebimmi und Voodoo-Zombies unterwandert wurde…

Leute, dass daraus nix werden kann, steht wohl überhaupt nicht zur Debatte.
Ich tu gar nicht erst so, als hätte ich von allein kapiert, worum’s hier ging. Dabei war mir das Zusatzmaterial auf der DVD und ein Eintrag in der imdb behilflich.

Blood of Ghastly Horror:
Der Tod auf Raten, gelle Oma?
Niemand mit einem halbwegs gesunden Gemüt dürfte diesem zusammengekabbelten Schwachsinn folgen können. Und damit sind auch stahlharte B-Movie-Fans gemeint, denen bei der Kombination ’Psycho – Zombie – Mad Scientist’ schon der Lappen tropft. Der Film verliert sich kontinuierlich in seinen diversen Subplots. Eben noch schleicht ein Zombie durch die Nacht, dann kommt ellenlanges Polizei-Gebabbel und auf einmal folgen wir Mutter und Kind im Dauermarsch über die Schneekoppe. Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweeeeiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiig!
Den Rest erledigen schnarchige Darstellungen verzwirbelter Charaktere (Featuring John Carradines Hauptbeschäftigung: Alt aussehen), Furchen-Make Up aus der Speckitonne und schlechte Beleuchtung, die dem Zuschauer immerhin eine visuelle Pause verschafft.
Kurz gesagt: Ein konfus zähes Machwerk, dessen Entstehungsgeschichte spannender ist, als das fertige Produkt. Das tut weh. Vor allem beim Zuschauen.


Hudson