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Horror of the Blood Monsters


‘You'll scream yourself into a state of shock!’


Originaltitel: Horror of the Blood Monsters (1970)
Regie: Al Adamson Drehbuch: Sue McNair
Darsteller: John Carradine, Robert Dix, Vicki Volante FSK: unbekannt


“Hallo Frrreunde. Ich bin es: Derrr Vampyyyrrr!“

Hach, es geht doch nix über ein schönes Intro!
Heute ist es DER VAMPIR, der von seinem Ursprung und Wirken berichtet.
Er erzählt uns von seiner Existenz, die sich nicht nur in Geschichten und der Fanatasie, sondern auch in der Realität abspielt. Jene, die sich weigern an ihn zu glauben, soll ein furchtbares Schicksal im ewigen Kreis des Vampirismus treffen. Seine Opfer werden selbst zu Blutsaugern, die wiederum vampirischen Schrecken verbreiten, der seinen Ursprung vor vielen Millionen Jahren fand, als die Vampirmänner einer weit entfernten Galaxie (wahrscheinlich Dagobah) ihr Blut zur Erde brachten. Auch berichtet er, dass durch die intergalaktische Herkunft eben jenes Blutes, der Lebenssaft von radioaktiven Substanzen durchzogen ist und somit bei den Opfern Mutationen hervorruft, welche die Luft (oder … ich zitiere: „The Air and everything in it!“) in eine ’einfarbige Masse von Blau, Gelb, Grün und Blutrot’ verwandelt.

’Look Weeeeeeeeeeest,
Life is peaceful there!’
Während das schwabulierende Voice Over mit dem osteuropäischen Akzent diese Botschaften an die Zuschauer verteilt und passende Bilder von der wachsenden Vampir-Population uns den Schrecken unter die Nase reiben, plant Dr. Rynning (John Carradine) eine Forschungsreise zu eben jenem Planeten, wo alles begann. Woher er die Koordinaten oder überhaupt das Wissen um einen solchen Planeten hat, steht natürlich nicht zur Debatte. Also hinein in die piepende und blinkende Raumschiff-Kulisse und auf zum Planeten der Vampirherkunft. Dort angekommen begegnen die Raumfahrer nicht nur prehistorischen Säugetieren und noch prehistorischeren Riesenechsen, sondern auch rivalisierenden Urzeit-Stämmen und einer einfarbigen Atmosphäre (wegen der Strahlung!), die aber je nach Belieben die Farbe ändern kann…

’Horror of the Blod Monsters’ ist ein Patchwork-Streifen, wie er im Buche steht.

“Soll ich so tun?“
Zusammengefizzelt aus fünf unterschiedlichen Filmen, mit einer Rahmenhandlung verpackt, sieht man ihm seine Stock-Footage-Herkunft zwar an, dennoch funktioniert der Cut insofern, dass man sich durchgängig über den Dilettantismus aller Beteiligten kaputt lachen kann. Da werden mit Fell beklebte Dickhäuter als Mammuts verkauft, Leguane mit raufgetackertem Hornkamm machen den Saurier-Twist, weiße Kugelschreiber gehen als Vampirzähne durch und mittels eines Föhns können die Wissenschaftler die Bildschirmfarben verändern.
Das mit dem Colour-Switch kennt man ja schon aus ähnlichen Schundfesten philippinischer Herkunft (’The Blood Drinkers’) und hat hier auch wieder eine ganz einfache Erklärung. Der Beitrag, der von Regisseur/Produzent Al Adamson nämlich am meisten verwurstet wurde, ist der Urzeit-Film ’Tagani’ (in dem Urzeitmenschen gegen einen Vampirstamm kämpfen) und der war nunmal in Schwarz/Weiß. Also wurden alle Szenen auf dem “Planeten“ einfarbig nachcoloriert und die Rahmenhandlung angepasst. Diese ist selbst auf die dünnst-mögliche Art und Weise ausgestattet. Während in erwähnter (blinkender) Raumschiffkulisse ein sichtlich angewiderter John Carradine auf seinem Stuhl sitzt und darauf wartet, dass irgendjemand schnellstmöglich “CUT!“ schreit, muss für die Bodenstation ein schwarzes Background-Tuch herhalten.

Der reicht mindestens für 100 Cocktails!

‘All New! All Weird! All Colour!’ schreit’s im Trailer. Wer will da widersprechen? Der hier ist für alle, die Fellschürzen-Männer, Astro-Pappkameraden und Rubber-Dinos lieben. Wegen der absurden Wechsel-Beleuchtung auch als stummer Background für eine Kunststudenten-Party geeignet.



PS: Gummisaurier, die auf Rollen durch die Büsche geschoben werden… jetzt hab ich echt alles gesehn!
PPS: Und wenn schon echte Saurier, dann...

... so ein Tier-Snuff!!! PFUI!













Hudson