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Bloodfight


‘Siegen heißt Überleben…Verlieren bedeutet TOD!’


Originaltitel: Bloodfight (1989) Regie: Shuji Goto
Drehbuch: Yoshiaki Kashigawa
Darsteller: Yasuaki Kurata, Simon Yam, Bolo Yeung FSK: 18


Die Freefighting Weltmeisterschaft von 1989:
Eine Handvoll verwegener Muskelberge (Sumos, Judoka, Thai-Boxer) stehen sich in der Arena gegenüber und ditschen sich 15 Minuten lang die Knochen klein.
Zwei Jahre zuvor:

Vor, Vor, Zurück + Feuer!
Kai (Yasuaki Kurata) ist ein abgewrackter Sensai, der sich mit aufmüpfenden Schülern herumschlagen muss und dessen alkoholsüchtige Frau ihn hasst. Als er dem jungen Ryu (Siman Yam, 'Cover Hard') aus einem unfairen Kampf gegen seinen eigenen Schüler und dessen Punker-Bande hilft, erkennt Kai großes Talent in dem Burschen. Er nimmt ihn unter seine Fittiche und trainiert ihn die ’Basis des Verstehens für Körper und Geist’.
Etliche Trainings-Montagen (Holz-Kloppereien, Steine-Sandalen stemmen und im Regen joggen) und Meister-Schüler-Motivations Gespräche (“Ich will ihre Kampfkünste lernen, dann zahl ich es denen heim!“ “Nein, du willst doch nur deine Rache!“) später sind wir dann beim großen Kumite angelangt, wo Ryu gegen den übermächtigen Cobra (Martial Arts Ikone Bolo Yeung) antritt…

’Klopp, Klopp!’
’Wer ist da?’
’Ein Bloodsport Klon!’

"Gib uns deine Handtasche!"
"Ich bin keine Oma!"
"Oh, Verzeihung!"
Ganz recht: Ein Jahr nach Van Dammes Hit-Vehikel gab man uns diese bleierne Tret-Mühle (komplett mit Endgegner Bolo Yeung), die jedoch dem beliebten Vorbild deutlich hinterher hinkt. Das hat (neben der Abwesenheit der belgischen Beule) mehrere Gründe.
Zunächst einmal sind die beiden Haptdarsteller zwar nicht übel, können sich aber weder gegen die kitschige Story, noch die amateurhafte Regie behaupten. Schlimmer noch sind allerdings die Kollegen aus der zweiten Reihe. Deren ’Schauspiel’ ist wirklich nur noch als deppert zu bezeichnen.
Als bestes Beispiel dient hier wohl die zwischendurch immer wieder auftauchende Punkerbande, welche sich durch die Straßen der Stadt kloppt und bei jeder Gelegenheit einen “Mein Geld, mein Geld!“ schreienden Ladenbesitzer (alternativ auch Autofahrer; “Mein Wagen, mein Wagen!“) zurückläßt!
Freilich ist die Wendung im letzten Drittel des Films überraschend; was danach jedoch alles unter dem Vorwand des dramatischenn Elements in den schon recht plumpen Film-Brei hineingerührt wird, lässt den Zuschauer (so er denn bis dahin taper durchgehalten hat) mit den Zähnen knirschen.
Tiefpunkt der ganzen Posse ist der Soundtrack, der sich aus beknackten Prügel-Effekten, quäkigem Synthie-Pamps (klingt wie das Zeug, das sie auf Rummeln spielen) und schrillen E-Gitarren zusammensetzt. Der mies choreographierte Endkampf verpasst dem halbtoten Machwerk dann schließlich den Gnadentritt.

Bolo Bööööse!

’Bloodfight’ sollten alle meiden, die mehr als dünne Action-Rohkost sehen wollen. Der Film ist überhaupt nur erwähnenswert, weil olle Bolo hier einem Sumo die Windel auszieht und sie ihm über die Rübe stülpt. Nicht gerade eine Referenz … oder?

Hudson