Blood Diner - FilmFlausen.de
                          




Blood Diner


‘First they greet you, then they eat you.’


Originaltitel: Blood Diner (1987)
Regie: Jackie Kong Drehbuch: Michael Sonye
Darsteller: Rick Burks, Carl Crew, Roger Dauer FSK: 18


“Gesucht wird ein Mann mit einem Hackebeil,
der seine Genitalien mit sich herumträgt.“

Vor zwanzig Jahren stürmte ihr irrer Onkel Anwar nach einer Metzelei ins Wohnzimmer und gab Michael und George zwei Amulette, bevor er von der Polizei über den Haufen geschossen wurde. Heute versuchen die beiden, Jungs Onkel Anwar zu reanimieren, um mit seiner Hilfe die ägyptische Göttin Sheetar zu erwecken. Zu dem Zweck müssen Anwars Überreste erst einmal aus dessen Grab geborgen werden. Hirn und Augen reichen, die werden ins Einweck-Glas gepackt und schon steht Onkelchen den Boys mit Rat und … Rat zur Seite. Jetzt gilt es, Sheetar eine leibliche Hülle zu verschaffen. Da kommen natürlich nur die hübschesten Mädel der Stadt in Frage, die Michael und George in alter Tradition ihres Onkels abmurksen und deren ’überflüssige’ Überreste mal eben in die Burger gesteckt werden, die in ihrem Diner an die Kundschaft verkauft werden…

“Ich bin Horatio Titus, aber jeder nennt mich Mr. Vitamin C. Verstehst du?“
“Freut mich Mr. C.“
“Sie können mich ruhig Vitamin nennen.“

Paul Bunyan war unser Steuermann
Jetzt zeigt er, was er als Puppe kann

’Splattstick’, so lässt sich diese höchst absurde Hommage an Hershell Gordon Lewis’ Gore-Klassiker ’Blood Feast’ wohl am besten beschreiben. Ein schimpfendes Hirn im Glas, krispe Köpfe aus der Friteuse, eine Bauchredner-Fleischpuppe, Musik aus der 50s-Jukebox, Nude Aerobic & Nazi-Wrestler, Kultisten & Hair-Crimes, Sex, Guts & Rock’n’Roll; das alles findet man in ’Blood Diner’. Alles kein bisschen gruselig und auch kaum eklig, vor allem aber furchtbar albern.
Als tumbe Slasher-Kannibalen-Brüder schnetzeln sich zwei gänzlich unbekannte Darsteller dummsprüchig durch das Geschehen. Dass die Story so dünn ist, wie eine Scheibe Wurst und auch noch durch den typischen ’Die Bullen sind uns auf der Spur’-Subplot gestreckt wird, schadet immer nur dann, wenn dem Film gerade seine Witzchen, Ferkeleien und Gekröse ausgehen. Als Höhepunkte sind die spaßigen Effekte und das knallige Finale zu verzeichnen.

Gehn wie ein... nee, geht gar nicht!

Fazit: Spoof-Slapstick & brallige 80er-Synchro treffen auf Blutsuppen-Eintopf. Wer auf deftige Horror-Komödien steht und eher auf den Komödien-Teil Wert legt, ist hier wahrscheinlich genau richtig.


Hudson