Blood Beat - FilmFlausen.de
                          




Blood Beat


‘Who can survive it's reign of terror?’


Originaltitel: Blood Beat (1985)
Regie & Drehbuch: Fabrice A. Zaphiratos
Darsteller: Helen Benton, Terry Brown, James Fitzgibbons FSK: 18


’Blood Beat’ , ’Blutschlag’, ’Blut Takt’ oder einfach nur ‘Puls’? Egal, denn:
Was für ein Titel!
Man erwartet gleich, dass Jean-Claude van Damme oder Bolo Yeung vom Cover glotzen, aber nein, es ist ein ein Techno-Kopp, eine blutige Klinge und ein poppendes Pärchen. Der Backcover-Text schwadroniert von ‚ Zitat: “Hexen, Poltergeistern und anderen übernatürlichen Wesen…“ und “…ANGST! Angst, die dich lähmt. Angst, die zu Schrecken und Entsetzen wird!“ Na das klingt ja fast plausibel.

"Honey. Woran denkst du?"
"An deine Mutter..."
Tatsächlich passiert dann aber das: The young couple Ted & Sarah fahren in Begleitung von Teds Schwester zu Teds Mutter über’s Wochenende nach Tedhausen, was auf dem Lande liegt. Mommy wohnt dort mit ihrem Freund, dem Jäger Gary, einer Staffelei und ein paar anderen Hillbillie-Supernasen.
Kaum angekommen, liegt das junge Paar auch schon in der Kiste und geht dabei, als die Herzdame plötzlich einen Rappel bekommt:
“Dein Mutter… ich spüre, dass sie hier ist!“
“Nein. Sie ist unten vor ihrer Staffelei und malt!“
Nervöses Gefummel, Brüste raus, lustloses Stöhnen. Dann:
“Ich spüre aber, dass sie hier ist!“
“Komm, sie ist unten vor ihrer Staffelei und malt!“
Weiter Fummeln…
Dann geht’s auch schon auf Pferderücken raus zur Jagd, doch bevor man zum Schuss kommt, dreht Sarah frei und rennt schreiend durch den Birkenhain. Auf der anderen Seite stolpert sie in die Arme eines sterbenden Fremden in Flanelljacke. Wer war’s? Keine Ahnung.

Das passiert, wenn man den
Score dieses Films einmal zu
oft hört. Kein Scherz, Freunde!
Interessiert auch keinen, denn bald schon sterben genügend andere Leute. Im Haus fangen alle an, noch mehr zu spinnen als vorher und die im Bett (mittlerweile lustvoller stöhnende) Sarah wird von dem Geist eines alten Samurai besessen, in dessen Kostüm ein Killer durch die Butze und den Wald schleicht, Küchenschränke schießen mit Haushaltswaren und Mütterchern Staffel-Ei kriegt eine ganze Staffel X-Faktor von Jonathan Frakes überspielt, während aufdringliche Elektro-Töne die Trommelfelle der Zuschauer malträtieren…

“Ich glaube, ich kann nicht mehr mit Gary zusammenbleiben. Ich liebe Gary, aber ich liebe auch meine Malerei.“

Ooooooooooooooaaaaaaaaaaaaaaaaaargh! TRASH – Dein Name ist ’Blood Beat’!

Shinobi, Level 1, Endgegner!
Was sich die Macher bei der Anfertigung dieses ’The Schweining’ meets ’Poltergreis’ vs. jeden Geschmack gedacht haben, kann einfach nicht nachvollzogen werden.
Übelste Schauspielbrötchen, Effekte aus dem Fingerfarben-Malkasten, gelegentlich lustvolles Stöhnen in Gegenwart ehemaliger Erziehungsberechtigter und dieser Sounddreck, argh, dieser Sounddreck! Hier geht gar nix, nur die Lichter aus. ’Blood Beat’ ist soooo schlecht, dass er nicht schon wieder gut, sondern noch schlechter ist, als es irgend ein Naturgesetz eigentlich zulassen düfte. Der Film muss folglich aus einer anderen Galaxie stammen. Einer Galaxie voller Pappköppe die zu unertragbaren Hyperklängen uralte Nippon-Dämonen mit Blaustich aus dem Reich des Schwachsinns heraufbeschwören und durch intergalaktische Übertragung einen Planeten nach dem anderen unterwerfen.

Fazit: Die totale Aufgabe. Ich neige mein Haupt vor unseren neuen Außerirdischen Meistern! Sollte dieser Film tatsächlich von der Erde kommen, nehme ich alles zurück und grüße die Macher mit einem nicht wirklich nett gemeinten ’Geht’s noch?!’


Hudson