Blood Beach - FilmFlausen.de
                          




Blood Beach - Horror am Strand


‘...where the water is the safest place to be!’


Originaltitel: Blood Beach (1981)
Regie: Jeffrey Bloom Drehbuch: Jeffrey Bloom & Steven Nalevansky
Darsteller: David Huffman, Burt Young, John Saxon FSK: 16


Ah, ‘Blood Beach’, einer jener Horror-Filme, die in den seligen Neunzigern im Spätprogramm auf einem privaten Sender ihrer Wahl liefen und genre-gierigen Teenagern den Schlaf raubten. Damals fraß man alles vorbehaltlos. Heute frisst man auch alles, aber man hat Möglichkeiten, sich darüber auszulassen.

"Wo bleibt mein Hot Dog?"

Verkehrte Welt: Eine Oma wird beim Gassigehen mit ihrem Waldi in den Sand des titelgebenden ’Blood Beach’ geschlonzt und der einzige Mensch in der Nähe ist ein Strandwächter, der im Wasser schwimmt. Ich mag mich irren, aber normalerweise geht das ja eigentlich genau andersrum vonstatten.
Die Polizei (u.a. Burt ’Pauly’ Young und John Saxon) ist ratlos und stochert vergeblich im Sand, als sich ähnliche Ereignisse erneut abspielen. Omas Waldi verliert beim Strandschnüffeln seinen Kopf, im Sand eingegrabenen Teenagern werden die Extremitäten angeknabbert und ein Unhold bekommt beim versuchten Strand-Rape den Schwanz abgefressen. Nach einigem Hin und Her kommt der Strandwächter aus Szene eins auf die Idee, einen Keller im nahegelegenen Bootshaus zu besuchen und siehe da: ’Der Weiße Hai’ hat sich mit den ’Raketenwürmern’ gepaart und das Ergebnis schlabbert von seiner mit menschlichen Gebeinen geschmückten Höhle aus durch die Dünen auf Futterraubzug…

”What do you wanna do?”
”What kinda question is that? You blow the thing to kingdom come. That’s how you handle monsters!”

Shit, der Sunblocker war für die Katz!

Es gibt Fime, von denen man sich wünscht, sie würden niemals enden und dann gibt es Filme, denen es gut tun würde, eine Laufzeit von 30 Minuten nicht zu strapazieren und einfach den ganzen überflüssigen Müll (fade Dialoge, müdes Gequatsche, Kochszenen und langweilige Konversationen) über Bord zu schmeißen. Zu welcher Kategorie ’Blood Beach’ gehört, merkt man nach dem dritten vergeblichen Versuch, die flachen Charaktere mittels eines weiteren gedehnten Meinungsaustausches aufzublasen. Für die Katz, Freunde.
So weit, so genre-üblich. Doch nicht einmal während der Beach-Attack-Szenen (in denen es laut Titel ja auch ein wenig zur Sache gehen sollte), kann der Film Punkten. Das Monster ist kaum zu sehen, ebensowenig die Konsequenzen seiner Untaten und nach der 3. ’Huch, mein Hut flattert auf den Strand, ich muss ihn holen. OH NEIN ICH WERDE IN DIE TIEFE GERISSEN!’-Szene ist die Luft einfach raus. Burt Young und John Saxon liefern ein amüsantes Maß an ‘tough talk’ und ’funny banter’, können aber ’Blood Beach’ aus der Kloake unterdurschnittlicher Abfallprodukte der Monsterhorror-Welle nicht herausangeln.

“Alright, I want some demolition men, down here. I want the place wired within an hour. I wanna be able to push one plunger, when I want to and when I need to, that’l blow the hell outa anything that’s out here.”
“Now you’re fuckin talkin’, Captain!”

Ja, nich so pikiert kucken!
Schauspieler müssen auch zusehen, wo die Kohle herkommt.

Fazit: Schund ohne Grund und Boden. Viel Gelaber, viel Drumherum, null Spannung, null Show und selbst die beunruhigende Atmosphäre die ich mir als 15 Jähriger beim nächtlichen Flimmerglotzen eingebildet hatte, ist wie weggeblasen. Naja, ich war jung und brauchte die Illusionen.


Hudson