Blades - Klingen aus Stahl - FilmFlausen.de
                          




Blades - Klingen aus Stahl



Originaltitel: Blades (1989) Regie: Thomas R. Rondinella
Drehbuch: John P. Finnegan, William R. Pace & Thomas R. Rondinella
Darsteller: David Aldrich, Hank Berkheimer, Ron Butko FSK: 18


Im ’Tall Grass Country Club’, einer eigentlich idyllischen Golfanlage ist der Teufel los.

Ja, auch Rasensport ist Mord.
Kopulierende Teenager und alte Golfhasen und Caddys werden auf recht bizarre Art zerhackstückelt und von entsetzten Angestellten auf dem frischen Grün aufgefunden. Ist es Chevy Chase? Ist es ein überproportionierter Gopher? Nein, es ist ein Killer-Rasenmäher, der wie von Geisterhand durch Gras, Büsche und Golfervolk mäht.
Der Eigentümer des Clubs will den Dingen auf möglichst unauffällige Weise auf den Grund gehen und schickt den ehemaligen Profigolfer und Ex-Alkoholiker Roy zur Aufklärung ins Schlachtfeld, während die restlichen Gäste ungewarnt bleiben. Dem ratlosen Smartie Roy kommt nicht nur die aufstrebende Junggolfine Kelly in die Quere, sondern auch eine tumbe Meute schießwütiger Hillbillies, die bald den Park durchstreifen und schließlich den Eigenbrötler Slate gefangen nehmen, der als Schuldiger eingelocht wird. Doch die herrenlose Mördermaschine ist immer noch da draußen und lauert auf neues Frischfleisch…

“Denkst du nicht auch, dass ein mordlüsterner Rasenmäher sich ganz schön bescheuert anhört?“
“Keine Ahnung. Ich kenne Maschinen, die machen noch ganz andere Sachen.“

Irgendwie süß...
Da haben wir wieder einen Troma-Release mit absurdem Charakter und recht witzigem Ansatz, die dann leider nicht genug aus ihrem Potential herausholt.
Klar ist die Idee um den Killerrasenmäher auf dem ’Cadyshack’-mäßigen Golfparkour witzig. Noch witziger ist die Tatsache, dass Regisseur Thomas R. Rondinella seinen Film als Parodie auf den ’Weißen Hai’ anlegt und ganze Episoden (die Ohrfeigen-Szene mit Mrs. Kintner, der Fang des falschen Killerrasenmähers und anschließende ’Ausweidung’ und beinahe das komplette Finale) und die Hauptcharaktere herausklaubt, um sie zu veräppeln.
Leider kommt an dieser Stelle das Wörtchen ’Leider’ zum Einsatz. Denn leider geht’s hier äußerst lahmarschig zur Sache. Den Machern fehlte jeglicher Sinn für’s Timing, die Schauspieler bleiben größtenteils farblos, die Musik nervt mit fahrigen Synthie-Stücken und effektreiche Szenen, in denen der recht witzige kultige Rasenmäher zum Einsatz kommt hat’s viel zu wenig. Sicher, good ole ’Bruce’ sah man damals auch erst zum Finale, aber bei einem Low-Budget Filmchen wie diesem hier hätte man mehr Schauwerte einbauen müsen, um die Zuschauer zu begeistern.

’Mow, Mow, Mow your Lawn’

Fazit: ’Caddyshack’ vs ’Jaws’ meets Troma. Klingt super. Ist ok. Hätte besser sein können.


Hudson