Black Ninja - Black Panther - FilmFlausen.de
                          




Black Ninja - Black Panther


‘Ein grausamer Kampf bis in den Tod’


Originaltitel: Ninja: American Warrior (1987)
Regie & Drehbuch: Godfrey Ho
Darsteller: Glen Carson, Jeff Houston, Billy Jones FSK: 18


Für alle, die kein TakaTuka lesen können:
Vote for Ninjas!

Thailand:
John, der Black Panther (aber weißer Ninja) ist ein amerikanischer Spezialagent auf Geheim-Mission. Während einer Taxifahrt erklärt ihm ein netter Militär-Onkel im Hawaii-Kostüm die Bedrohung durch den Feind (die schwarzen Ninja). Doch da hat er die Rechnung ohne den Cabby gemacht. Eben noch ein freundlicher Taxifahrer mit gelbem Oberteil und in der nächsten Sekunde schon ein schwarzer Ninja, der Onkelchen abknallt und aus dem fahrenden Auto springt. Einen fetzig käsigen Ninja-Fight zwischen Black & White später, erlärt der sterbende Fahrgast: “Sie schrecken vor nichts und niemandem zurück!“

Ich packe meinen Koffer
und rein kommt...
“Sagen sie mir alles was sie wissen und wo ihr Lager ist! Ich will Vergeltung für das hier.“ “Fass in meine Hemdtasche und nimm den Zettel raus, auf dem steht alles was ich weiß.“ Och Mensch, jetzt wird hier schon mit Spickzetteln gearbeitet, der Dialog hätte doch noch schön plattgewalzt werden können. Na gut: Eine Hong Kong-Smog-Plane-Liftoff-Szene danach sind wir mal wieder ganz woanders und ja, dieses ’ganz woanders’ ist erneut ein völlig anderer Film aus dem Archiv (you know the drill, don’t you?).
Hier geht’s um einen Typen namens Vegara, der John in die Verbrecherorganisation des finstren Marshall einschleusen will. Da John aber in diesem Film gar nicht mitspielt (immerhin sehen wir einen kurzen Gegenschnitt, wie er vor dem Wagen wartet), geht das natürlich nicht.
Also muss sich der Veganer nun selbst um Marshalls Schergen kümmern, während John das Ninja-Camp aus der Hemdtasche des Onkels aus Szene Eins aufsucht…

Die Rechung bei allen Hong Kong Ninja Filmen (und natürlich ist auch dieser mit dem Filmark-Label und Godfrey Ho im Regiestuhl gebrandmarkt) ist ja immer dieselbe: Je größer der Blödsinn, desto größer der Spaß.

...ein Regenschirm...
Und neben dem blödsinnig akzeptablen Grundfilm (also die Grundlagen-Archiv-Gurke, und eine Gurke isses, make no mistake!) bietet dieser Film, was sein blödsinniger Titel verspricht: BLÖDSINNIGE NINJAS!
Diese erscheinen zwar nur selten, aber wenn, dann hauen sie richtig auf die Kacke und zwar dank neuster Gadgets, die selbst olle Q zum Qualmen gebracht hätten.
Da ist zuallererst der ultra-ulkige Transparenz-Modus, mithilfe dessen John durch die Pampa rennt und seine Gegner (sie können ihn nicht sehen, wir schon!) zur Weißglut treibt.
Neben Standard-Gimmicks wie Rauchbomben, Shuriken, Katanas zweifelhafter Machart, Teleport-Magie und giftigen Blasrohren hat der Junge aber noch ganz andere Asse im Ärmel. Zu allererst wäre da eine Flöte mit der er Geräusche machen kann die 1.) an die Stimmprobe eines Orchesters der Sonderschule erinnern und 2.) Schlangen aus dem Nichts erscheinen lassen, um seine Gegener einzuwickeln. Desweiteren verfügt Johnny über die Gabe, sich zu teilen (die andere Hälfte wird zum dynamit-beladenen Explosions-Dummy, den er dank ’janz weit draußen’ verstecktem TNT-Zünder in die Luft jagd, sobald sich siegesbewusste Gegner nähern) und kann außerdem durch Baumrinde latschen, als wär’s eine Perlenwand.

...eine Dschungel-Falle...
Auch während des Grundfilmes wird eher geklotzt als gekleckert. Da knöpft sich Filipino-Rambo Vegara eine ganze Privatarmee von einheitlich gekleideten (gelbe T-Shirts, perfekt für den Jungle-Warfare!) Killereumeln vor, entledigt sich ihrer mittels Todes-Fallen und Hüttenfeuer-Explosionen und liefert sich Prügeleien, bei denen die Fressbretter der Gegner mal wieder um einen halben Meter verfehlt werden. Die Action ist durchaus unterhaltsam aber keineswegs diesseits der Grenze des Lächerlichen.
Lächerlich ist vor allem auch die Musik, die ununterbrochen parallel zum Geschehen düdelt und an vergangene Weihnachtsabende erinnert, an denen das vierjährige Schwesterlein erste Gehversuche auf dem neu geschenkten Keyboard versuchte.
Sehr erstaunlich hingegen, dass hier manchmal sogar dank Gegenschnitten die Protagonisten der beiden ’Patches’ aufeinander treffen. Das kennt man so eigentlich kaum aus dem Metier.

”Hier lässt sich nicht mal ne Kobra blicken.”
“Sei froh, dann lebst du länger!“

...und die vierte Dimension!

Fazit: Aal-Alberne Dschungel-Revenge-Ninja-Klamotte, deren Unterhaltungswert etwas oberhalb des üblichen Patchwork-Tinnefs angesiedelt ist.

Hudson