Monster aus der Galaxis - FilmFlausen.de
                          




Monster aus der Galaxis



Originaltitel: Biohazard (1985) Regie & Drehbuch: Fred Olen Ray
Darsteller: Angelique Pettyjohn, Brad Arrington, Carroll Borland FSK: 16


’Fred Olen Ray schuf ein Vieh’ So könnte der Untetitel des vorliegenden Werkes lauten. Ja, Kinnings, es ist wieder soweit. FilmFlausen präsentiert euch ein Frühwerk unseres insgeheimen Lieblings-Müllmannes FOR.

’Biohazard’ aka ’Monster aus der Galaxis’ nennt sich der Trash-Reigen und ist einmal mehr ein Versuch Olen Rays, den Geist alter B-Schinken eines Roger Corman oder Samuel Arkoff in die Achtziger zu schlonzen und auf seine Filme zu pappen.
Bevor ich euch hier eine überflüssige Inhaltsangabe um die Augen zwirble, lasse ich einfach mal folgenden (leicht ergänzten) Dialog für den Film sprechen:

“Ich höre tote Dialoge!“
“Es ist Materie-Transfer.“ sagte der fuchtelnde Wissenschaftler.
“Schwer zu begreifen.“ hauchte das platinblonde Medium.
“Mit Hilfe von Ms. Martin und den Geräten, die sie hier sehen,“ ergänzte der bebrillte Laborant. “Kann ich Materie wieder zusammenfügen. Physikalisches Material aus unbekannten Dimensionen.“
“Sie meinen, sie reichen in eine andere Welt, greifen ein Objekt und bringen es hier her? In dieses Labor?“ fragte der dicke Army-General.
“Im Großen und Ganzen“ seufzte die Blondine mit den großen und ganzen Brüsten.“Ist es genau das, was wir tun.“
“Das ist absurd!“ erwiderte Colonel Fatass barsch. “Eine Verschwendung von Regierungsgeldern.“

Und eine Verschwendung unserer Nerven, denn aus diesem Wust von Unproffessionalität entspringt ein außerweltliches Monster, das die Gegend unsicher macht und von der mysteriösen Platinblonden und ihrem Lover ausfindig gemacht werden muss…

Science according to FORay
Olen Ray hat’s mal wieder geschafft, aus einem Minimal-Budget einen minimal sinnvollen, völlig verhunzten C-Trasher zu schustern, der dann auch noch die Dreistigkeit besitzt, zu unterhalten.
Unfähige Army-Machos, die meterweit daneben boxen, ein blondes Gift mit medialer Begabung, das bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Glocken aus dem Turm holt, ein grobschlächtiges Space-Monster mit Latex-Marinade, ein bellender Alien-Wurm, noch mehr Glockenspiele und Dialoge, die nach Schrot im Hirn klingen (“Würden sie mir ihren Geigerzähler ausleihen?“ “Ich würde alles ausleihen, um meiner Regierung zu helfen!“).
Der Hammer sind hier nicht etwa die absolut unproffesionelle Darstellerriege (Kurzauftritt von Aldo Ray) oder der Fakt, dass im Monsterkostüm Olen Rays fünfjähriger Lendenspross Christopher steckt, sondern das abrupte Ende nach ca. 65 Minuten, dem ein Abspann mit Filmpatzern folgt.

“Hallo Kinder! Ich bin's, Günnie, die galaktische Gummi-Gurke.“

“Man soll die Intelligenz des Publikums nicht unterschätzen.“ heißt es in jenen Bloopers. Schon die Erwähnung des ’I’-Wortes im Zusammenhang mit Olen Ray ist ein Lacher für sich. Hier schießt alles daneben und wir kucken kichernd zu. Passt!


Hudson