Beverly Hills Bodysnatchers - FilmFlausen.de
                          




Beverly Hills Bodysnatchers


‘Die Komödie zum Totlachen’


Originaltitel: Beverly Hills Bodysnatchers (1989)
Regie: Jonathan Mostow Drehbuch: Jonathan Mostow & P.K. Simonds
Darsteller: Vic Tayback, Frank Gorshin, Art Metrano FSK: 16


Machmal ist es mehr Fluch als Segen, eine Seite wie FilmFlausen zu betreiben, denn (eigentlich mehr als) machmal kommen wir (Speziell ich! Den Märtyer-Schuh kann ich mir getrost anziehen, da meine Damen und Herren Kollegen, die sich ohnehin sehr rar machen, lieber Mainstream, Dramen oder wenigstens unterhaltsamen Schrott vorziehen.) in die Bedroullie, solch miesen Schund zu schauen, den wir schon nach 5 Minuten lieber abschalten würden, uns (MICH!) dann aber besinnen “Irgendwann nochmal gucken kommt auch nicht in Frage!“ und das Machwerk einfach laufen lassen. Ein solches Machwerk ist ’Beverly Hills Bodysnatchers’ und es wird von Minute zu Minute schlimmer.

Dämlich

Doc und Lou betreiben ein Bestattungsunternehmen in Beverly Hills (ist in Amerika), das von der örtlichen Mafia subventioniert wird. Die beiden beschränken sich schon lange nicht mehr auf die hohe Kunst des Balsamierens und fachgerechten Tranchierens, sondern werkeln Mad-Scientist-mäßig an einem Serum, das Tote zum Leben erweckt. Als sie mit ihren Subventions-Nachzahlungen im Rückstand liegen, wird Sub-Mafia-Boss Vito ungeduldig und schickt seine zwei depperten Neffen Freddie und Vincent zur Sommer-Job-Spionage. Da haben aber weder Lou und Doc, noch die beiden bratzigen Frisur-Eumel Lust drauf, denn schließlich treibt man dort den lieben langen Tag Sachen, die selbst “Charles Manson kotzen lassen würden“. Doch als Freddy und Vince von den geheimen Geschäften der beiden Totengräber Wind bekommen, wittern sie das große Geschäft und steigen mit ein. Katastrophale Ereignisse für alle Beteiligten sind die Folge…

Schwammich

… vor allem für die armen Zuschauer, die sich diesen Quark im Quadrat von vorn bis hinten antun müssen.
Jonathan Mostow (bei Terminator-Fans hochgeschätzt, für sein grandioses Action-Epos ’T3’ … JA DAS WAR SARKASMUS!) hat mit ’Berverly Hills Bodysnatchers’ zweifellos ein absolutes Armutszeugnis hingelegt, für das sich selbst Fred Olen Ray und Jim Wynorski geschämt hätten. Auf unglaublich platte Weise versucht Mostow hier Teenag/College-Klamauk im Stil von ’Animal House’ und Konsorten mit den derben Späßen eines Frank Henenlotter zu vermischen und fällt dabei so gnadenlos auf die Fresse, dass sich sein Zahnarzt danach in die Karibik hätte absetzen können.
Neben dutzendweise Seierköppen in fragwürdiger 80er-Optik (special appearance by Art Metrano, dem ollen ’Mauser’ aus den Police Academy-Filmen), gibt’s hier unlustige Zombie-Possen, Thirtysomethings die Sechzehnjährige synchronisiern und schwachköpfige Mafiosi, die selbst die Figuren in Stallones ’Oskar’ wie lauter kleine ’Hamlets’ dastehen lassen.
Humor, Handlung, Spannung, Unterhaltung: Nichts stimmt, nichts funktioniert und nichts passt, bis auf den Abspann, denn endlich durfte auch ich ausschalten, nur um euch das jetzt hier vor den Latz zu knallen.

“Ich muss zugeben, dass.. als wir damit anfingen, dachte ich, ihr seid alle ein bisschen krank. Aber ich habe schon vor langer Zeit, seit dem Zusammenleben mit meinem Bruder, gemerkt, dass man besser auf kranke Leute hören sollte.“

Fazit: ’Dümmlich’!

Reicht doch, oder?



Hudson