Invasion der Bienenmädchen - FilmFlausen.de
                          




Invasion der Bienenmädchen


‘They'll Love The Very Life Out Of Your Body!’


Originaltitel: Invasion of the Bee Girls (1973)
Regie: Denis Sanders Drehbuch: Nicholas Meyer & Sylvia Schneble
Darsteller: William Smith, Anitra Ford, Victoria Vetri FSK: unbekannt (R-Rated)


Ohje… wir hatten schon lange kein Review mehr, das mit ’Ohje’ beginnt. ’Invasion der Bienenmädchen’ gibt genügend Anlass, um einen wahren ’Ohje’-Schwall auf das Lesers Auge niederprasseln zu lassen.

In der amerikanischen Kleinstadt ihrer Wahl kommt es zu merkwürdigen Todesfällen™. Als offizielle Todesursache wird ’Herzversagen während des Geschlachtsaktes’ aufgeführt. Die offiziellen Bitten an die Bürger, sie sollen doch bitte vorerst keusch bleiben, treffen auf wenig Gegenliebe. Der extra eingeflogene Regierungsbeamte Neil Agar (William Smith, ’Piranha – Fluss des Todes’) ist ebenfalls ratlos und muss erst einmal in den Archiven kramen und sich mit der attraktiven Julie Zorn, der Frau des ersten Opfers zusammentun. Bis sie entdecken, dass die zwielichtige Dr. Harris tatsächlich eine Bienenkönigin ist, die mittels Insektenblut-Speisequark geschlechtsreife Damen in Bienenmädchen verwandelt, welche ihre Sexual-Partner beim Beischlaf töten, müssen erst einige Nummern geschoben werden…

Völlig Fehl am Platz: William Smith

Machen wir’s kurz, denn der Film war schon lang genug.
’Invasion der Bienenmädchen’ ist sleazig wie die sprichwörtliche Sau und zwar teilweise auf die unangenehmste Art und Weise. Statt witzigem Monster-Flair a la ’Flesh Eating Mothers’ oder cleveren Thrill wie bei den ’Stepford Wives’ gibt es peinlich-ausgedehnte Sexeleien (oder zur Abwechslung auch mal eine versuchte Vergewaltigung), an deren Ende das sogenannte Bienenmädchen bedrohlich durch schwarze Konaktlinsen glotzt und das Opfer in der ’klassischen’ Bien-o-Vision betrachtet.
Bei der Besetzung hat man mit William Smith zwar den richtigen Kerl bestellt, um diese Hautflügler-Honeys auffliegen zu lassen, jedoch ist er hilflos einer Schar stelzender Funzel-Aktricen ausgeliefert, die ihre Rolle wohl nur bekommen haben, weil sie sich bedingungslos ausgezogen haben. Das ganze ist dabei nicht nur völlig spaßfrei, sondern auch noch mit einer furchtbaren musikalischen Untermalung gesegnet, die nicht nur schamlos beim ’Shaft’-Soundtrack klaut, sondern auch noch ’Also sprach Zarathustra’ verwurstet und ein angestrebt spukiges, aber fachgemäß nerviges Insekten-Trällern zum Besten gibt, wenn die Bienenmädchen unter sich sind und dabei ihre nackten Leiber in großem Stil befummeln.

Völlig unattraktiv: Bienenmädchen

Es gibt Leute, die diesem Film eine satirische Note zusprechen, ihn als Parodie auf trashige Horrorfilme verstehen. Ja Leute, macht mal! Mir ist jeder Billig-Tier-Horror lieber als diese hohl aufgebrezelte Sex-Mauke. Wer also einen Monsterfilm im klassischen B-Film-Sinne erwartet, kann gleich abdampfen. Wer unerotische Sexploitation mit weißen Rüschen-Schlüppern und blassen Dampfhammer-Eutern braucht, ist hier hingegen genau richtig.
Mensch, jeder wie er mag, nich wahr? Aber ich mag’s nicht. So make like a bee and buzz off!

Hudson