Beast You! - FilmFlausen.de
                          




Beast You!

aka

Sorority Babes in the Slimeball Bowl-O-Rama


‘In a bowling alley from Hell, there's only one way to score...’


Originaltitel: Sorority Babes in the Slimeball Bowl-O-Rama (1988)
Regie: David DeCoteau Drehbuch: Sergei Hasenecz
Darsteller: Andras Jones, Linnea Quigley, Robin Stille FSK: 18


’Beast you?!’? Wie jetzt? Hat der deutsche Verleih den ausgezeichneten Titel ’Sorority Babes in the Slime Ball Bowl-a-Rama’ tatsächlich in ’Beast You!’ umbenannt? Schwach, meine Herrschaften, dabei seid ihr doch sonst immer so kreativ.

Punishment, the sweet way

Alles beginnt, als zwei Nerds und ihr fetter Studienkollege von der Langeweile gepackt werden und bei der Aufnahmeprüfung zweier Mädels in eine besonders angesagte Studi-Verbindung durchs Schlüsselloch glotzen.
Jenes Aufnahmeritual, von den in Kutten geschlagenen Kommilitonen zunächst geheimnisvoll spukig präsentiert, entpuppt sich bald als harmlose Arschklopferei mit anschließender Sprühsahne-Schlacht, was natürlich früher oder später zu einer ausgiebigen Duschszene führt. Genau hier plumpsen die drei Geeks ins Geschehen und werden von den herrschsüchtigen Verbindungsschwestern vor die Wahl gestellt: Knast oder Mission.

Club der halbtoten Gesichter
Gemeinsam mit den beiden Neuzugängen müssen sie schließlich bei Nacht und Nebel eine Bowling-Trophäe aus der örtlichen Kegelbahn mopsen. Dort treffen sie auf die flotte Punk-Braut ’Spider’ (Linnea Quigley), die gerade dabei ist, den Schuppen auszurauben. Kaum haben die Kids den Pokal in der Hand, purzelt auch schon ein seltsamer Gnom, Imp genannt, aus dem Becher und bietet den Findern die Erfüllung eines Wunsches an.
Wie wir es später auch aus den ’Wishmaster’ und ’Leprechaun’-Filmen lernen sollen, ist das meist mit einer unangenehmen Nebenwirkung verbunden. So schließen sich bald die Tore des Gebäudes auf magische Weise und im Gebäude werden die Jungs und Mädels, die (durch vorschnelle Wünsche) herbeigerufenen Geister (oder nennen wir sie She-Bitches) nicht mehr los…

“Jump back! Prom Queen’s on the loose. Or is it Highschool Hooker?“

Hommage-o-mio!
David DeCouteau, der uns schon mit Machwerken wie ’Creepzone’ den Tag vergrützte oder mit gelungener Genre-Ware wie ’Puppetmaster 3’ zum Staunen brachte, schuf mit ’SBitSBB’ einen kurzweiligen, strunzblöden und feuchtfröhlichen ’Hokus Pokus auf der Kegelbahn’-Mumpitz, der sich gut und gerne in die Riege ähnlicher Filme (wie z.B. ’Chopping Mall’) gesellen kann und von Fans derselben sicherlich ähnlich positiv aufgenommen wird.
Die beschränkten Fähigkeiten der Darsteller sind kein Problem, solange Ladies wie Brinke Stevens, Michelle Bauer und die höchst amüsante Linnea Quigley das Bild schmücken und Sunnyboy-Actors mittels Hornbrille zu Nerds gemacht werden können.
Effekttechnisch werden die Bälle flach gehalten, aber ein Gummi-Imp mit Ghetto-Akzent (jedenfalls in der Originalfassung) und Sprüchen wie “Streetfighting. Not fair!”, sowie Köpfe als Bowlingkugeln, eine putzige ’Bride of Frankenstein’-Hommage und brennende She-Bitches dürften Freunde des gepflegt pappigen Genre-Kinos auf ihre Kosten kommen lassen.

“Goddamn She-Demons. I hate ’em!”

I.M.P. - Immens Mieses Persönchen

Fazit: Albernes Filmchen, das so schnell vorbei ist, dass man gar keine Zeit hat, zu merken, wie dämlich es eigentlich war. Das darf als Empfehlung für Damen und Herren mit Trash-Affinität verstanden werden.


Hudson