Barbarian Queen - FilmFlausen.de
                          




Barbarian Queen


"No man can touch her naked steel"


Originaltitel: Barbarian Queen (1985)
Regie: Héctor Olivera Drehhbuch: Howard R. Cohen
Darsteller: Lana Clarkson, Katt Shea, Frank Zagarino FSK: 18



Ach Mensch! Was hat sich Howard R. Cohen, Schöpfer meines Lieblingstrashers 'Der Todesjäger', da bloß gedacht?!

Nicht gerade barbarisch...
Barbarian Queen ist das, was ich einen typischen ’Burn ’n Revenge Movie’ nenne. Will heißen, dass es am Anfang ein nettes Dörfchen in einer mittelalterlichen Fantasy-Umgebung gibt, dessen Einwohner meist in Frieden und Eintracht leben, kurz nach den Credits aber eine Horde wilder Barbaren herbei eilt, um alles kurz und klein zu schlagen. So auch in ’Barbarian Queen’, einer Sandale der niederen Machart. Regisseur Hector Olivera, der im gleichen Jahr das recht passable 'Wizards of the Lost Kingdom' herausbrachte, nahm die aus dem 'Todesjäger' bewährte Hauptdarstellerin Lana Clarkson und baute sie einfach zur Kriegerprinzessin mit Föhnwelle aus. Das klingt zwar ganz witzig, ist es aber nicht … und genau das ist das Problem des ganzen Streifens. Statt wie in ’Wizards’ und ’Todesjäger’ die Sache mit etwas Humor aufzulockern und vielleicht auch ein paar nette Monster einzubauen, setzt er hier nur auf Fleisch, Blut und barbusige Uschis. Drei dieser Damen sind es dann auch, die das Gemetzel zu Beginn überleben (Clarkson selber versteckt sich unter dem Heu in ihrer brennenden Hütte !!!) und sich aufmachen den ’Revenge’ Teil auszuführen. Und dazu bekommen sie in den folgenden 70 Minuten reichlich Gelegenheit.

...na es geht doch!
Auf der technischen Seite ist nicht allzu viel los. Da es Autor Cohen vermied, Übernatürliches in die Story zu integrieren, beschränken sich Effekte und Make-Up auf einige Gore Szenen, die heute vielleicht noch Omma aus dem Sessel hüpfen lassen. Kaum zu glauben auch, dass James Horner hier als Komponist tätig war, der nur ein Jahr später zu ’Aliens’ einen der besten Scores aller Zeiten schuf. Die Akteure versetzen sich so gut es geht in ihre vom Schicksal gebeutelten Charaktere und leiden vor sich hin. Die Dialoge leiden auch und werden dem Zuschauer auf’s Amateurhafteste vor die Füße gespuckt. Hatte ich schon erwähnt, dass der Film viel nacktes Fleisch zeigt? Nun ja…
Als die Szene mit der ’Metallhand am Nippel’ kam, fing meine Freundin an zu murren und meinte, dass dies nur ein ’Fickelfilm’ sei, bei dem man die Sexszenen herausgeschnitten hätte. Wo schlecht frisierte Frauen nackt an Ketten hängen, damit schwitzende, bärtige Männer ihre Macht an ihnen ausleben könnten. Ich gab ihr Recht, meinte aber, dass nichts falsch daran wäre, solange nur ein halbwegs brauchbarer also unterhaltsamer Film drumherum gesponnen sei. Leider ist dies bei ’Barbarian Queen’ nicht der Fall.

Epische Schlachten a la Corman


Fans von Barbarenfilmen aus den B-Grade-Gewässern sollten also lieber um diesen Titel herumschwimmen und bei Cohens ’Todesjäger Saga’ wieder auftauchen.
‘No man can touch her naked steel!’ Indeed!

Hudson