Barbarian Queen II - FilmFlausen.de
                          




Barbarian Queen II



Originaltitel: Barbarian Queen II: The Empress Strikes Back (1989)
Regie: Joe Finley Drehhbuch: Howard R. Cohen, Lance Smith
Darsteller: Lana Clarkson, Greg Wrangler, Rebecca Wood FSK: 18


Also wirklich…

'Barbarian Queen', der Saga erster Teil, war ja schon nicht gerade ein beispielhaftes Exemplar der Gattung ’Barbarina Sandale’, aber der Nachfolger ’Barbarian Queen II: The Empress strikes back’ (im folgenden nur noch 'BBQ Deux’ genannt) zeigt, dass man nach einem Fall nicht nur aufstehen, sondern sich noch tiefer in den Schlamm bohren kann.

Vorher & Nachher
Macht die Musik in den Credits noch einigermaßen Laune, bekommen wir zwei Minuten später den ersten güldenen Stirnreifen (am Kopp eines Mannes, wohlgemerkt) und Plasteschwerter präsentiert. Lana Clarkson ist auch wieder dabei, allerdings in einer völlig neuen Rolle (Somit verliert Part Deux auch den Anspruch eines tatsächlichen Sequels … wohl der einzige Anspruch den dieser Schund hätte besitzen können).
Der König soll angeblich auf einer Lustreise (oder so) gestorben sein und der böse Kanzler Klofax (oder so) will nun an die Macht. Die Prinzessin Athalia (Clarkson) hat aber was dagegen und will das ominöse Geheimnis des magischen Zepters (braucht man zum Regieren!) nicht preisgeben. Also ab ins Café Viereck! Natürlich kann sie letzerem entfliehen und zwar mithilfe ihrer besten Freundin, die sich dann allerdings als Veräterin entpuppt. Was jeden verwundert, schließlich war sie ja nur Klofrax Tochter, die ihre alte Freundin schon immer gerne als Sklavin haben wollte. Papa kann schließlich das Zepter ergattern, aber zum Unmut von Princess Bösibo kann Athalia fliehen (“Du hattest mir doch versprochen, sie zu meiner Sklavin zu machen.“ “Du kriegst jemand anderen. O’Ryan, du wärst doch sicher gerne der Sklave meiner Tochter?“ “Ja.“)

Bitte lass es einen Arm sein!
Mehr Plasteschwerter-Action, dann sind wir im Wald. Genauer gesagt in einem Rebellen-Barbarina-Lager. Da muss sich die Prinzessin erstmal gegen die kratzbürstige Obermutti behaupten. Was in einem Streifen, wie ’BBQ Deux’ bedeutet: Schlamm-Catchen Deluxe mit extra viel ’Brust raus’!
Eine Szene weiter ist Athi auch schon die Bestimmerin und hält erst mal ’ne urige Ansprache vor ihrer ’Armee’ (herumstehende Geigen, durchweg blonde, halbnackte Madeln und ein paar alte Mumen).
Etliche Scharmützel mit bekloppten (und ich meine bekloppt) Dialogen folgen (“Leg ihm Fesseln an.“ “Fesseln, das hab ich doch noch nie gemacht. Warum erkärt mir das keiner.“). Dann kommt Prinzchen Charming (aka Sklave O’Ryan) im Discohemd und Leggings vorbei und gesteht Athalia seine Liebe. Zu doof, dass er aber ein böser Prinz sein muss, sonst wär er echt dufte. Es folgt das ’Der böse Sheriff will Unschuldige töten und Robin Hood muss verkleidet in die Stadt, um sie zu retten’-Element (man ersetze Sheriff durch Kanzler Klokack und Robin durch Athi). Und was wäre ein ’BBQ Film’ ohne eine zünftige Fessel-Folter-Szene? … Wahrscheinlich ein klein wenig ertragbarer.

Ja, es ist das, wonach es aussieht!

BBQ Deux! Mehr Fesseln, mehr Chauvi-Spielchen, mehr Titten aber weniger Gemetzel als im ersten Teil. Na prima, genau das was man braucht.
Der Inszenator dieses Unfugs nutzt zwar jede Möglichkeit, Lana Clarksons Möpse in die Linse zu drücken, doch weiß er nicht in einer einzigen Szene den Zuschauer auch nur ansatzweise zu packen, oder zu unterhalten.
Schlechte Akteure spielen bescheuerte Charaktere, die von der Hummel gebissen in Wäldern, Burgen und Kellern rumirren, wirr faseln und wieder aus dem Bild treten. Das ganze macht noch nicht einmal trashmäßig Spass…außer den Dialogen (“Hatte er einen leichten Tod?“ “Ja im Kampf!“). Wenn ich den ersten Teil im Vergleich hier als Meisterwerk bezeichne (was ich hiermit tue), merkt man schon, dass der Film echt in Schwierigkeiten steckt.
Da kann ich nur noch Athalia selbst zitieren: „Eine Nacht mit mir wäre dein Ende!“ Indeed! (Part Deux)

Hudson