Bad Force - FilmFlausen.de
                          




Bad Force


‘Where the rent won't kill you, but somthing else will!’


Originaltitel: Boardinghouse (1982) Regie & Drehbuch: John Wintergate
Darsteller: John Wintergate, Kalassu, Alexandra Day FSK: ungeprüft


Um Himmels Willen!
Das ’Haunted House’-Genre wurde in den 80er Jahren bekannterweise mit erbärmlich schlechten Filmen gebeutelt. Doch noch vor ’Witchcraft’ und Konsorten kam ’Bad Force’ daher und setzte die Messlatte so tief, dass sie nur von cineastischen Archäologen wie uns wieder ausgegraben werden konnte.

Ommmmmmmmmmmmm...
Immerhin ist der Film fair genug, um während des Vorspanns noch zu warnen, dass Leute mit Herzleiden und Nervenschwächen besser abschalten sollten (kurz nachdem eine Frauenstimme minutenlang über die Credits gestöhnt hat). Eine Computerstimme röhrt uns im Folgenden von mysteriösen Todesfällen im (Original)-titelgebenden ’Boardinghouse’, welches kurz darauf von einem blond gelockten und telekinetisch begabten Playboy (er kann Seife fliegen lassen!) und seinen Bettmiezen (sie können … Brüste zeigen!) bewohnt wird. Es darf gealbert, gelacht und vor allem gevögelt werden, bis die mysteriösen Vorfälle aus Szene 1 wieder Einzug im Hause halten. Waffen feuern sich von alleine ab, ein Föhn fällt in die Badewanne, Katzen werden geopfert, Voodoo liegt in der Luft, Bildstörungen durchfluten den Raum, im Traum erscheinen Schweinemaskenmonster und Gummiskelette und schließlich ist allen klar: Fremde Mächte greifen Menschen an…

“Ist das dein neuer Stil, Jimmy?”
“Ja, Punk. Punk, Joey!“
“Ah ja, das heißt bunt, das Hirn ist krank, es ist ein Punk!“

Pool Porn Paule -
Ein Mann, zig Ladies
Eieieieieieiei. Ich kann mir vorstellen, dass die Macher dieses Cheapo-Kappes im Homevideo-Format selber nicht ganz wussten, was sie eigentlich wollten. Außer natürlich mit zehn nackten Friseusen ein paar Tage am Pool zu verbringen.
Den Rest erledigen Bumsereien am Fließband, reichlich dilettantische Gore-Szenen mit Werder-Ketchup gemixt, krude Schweinemasken-Effekte mit Kuchenschlachten gewürzt, Sprüche aus dem Asmussen-Archiv (“Die Konkurrenz schläft nicht, und wenn dann mit hübscheren Frauen!“), immer wieder Bildstörungen, die als Visual-FX herhalten müssen, Darsteller, die höchstwahrscheinlich beim Porno-Casting aussortiert wurden, katastrophaler Schnitt, unstete Unterbeleuchtung, Dialoge des Grauens, Frisuren des Schreckens, Synchro des Fickens und eine Szene in der sich ein Typ mit einer laufenden (!) Kettensäge an eine Poolnixe anschleicht.

“Hallo. Bist du der Gärtner?“
“*Krächz. Röchel.*Ja.”
“Arbeitest du den ganzen Tag?”
“*Räusper. Ächz* Nein, nicht den ganzen.“
“Ich hab gehört, du warst in Vietnam.“
“*Keuch. Rassel* Ja, in Saigon.“

"Haarbüschel im Abfluss! Welches Schwein hat hier bloß geduscht?"

Man müsste diesen filmgewordenen Schreikrampf, diesen Pionier des auf Video gebannten Horrors, schon selber sehen, um zu glauben, was hier geboten und vor allem unterboten wird. Das allerdings kann nur den wirklich harten Jungs und Mädels aus der Trash-Community mit Doppelpass und Härtefallbescheinigung A38 empfohlen werden. Und auch das nur unter Vorbehalt und mit der Sicherheit einer Magnumpulle Schnaps.


PS: Written, Directed & Mostly Acted Out by John Wintergate!

Hudson