Ator - Der Unbesiegbare - FilmFlausen.de
                          




Ator – Der Unbesiegbare


"Warrior, Magician, Hero, Thief.
They called him .... The Blade Master"


Originaltitel: Ator l'invincibile 2 (1984) Regie & Drehbuch: Joe D’Amato
Darsteller: Miles O'Keeffe, Lisa Foster, David Brandon FSK: 16


Die jungen Tage der Menschheit, zu einer Zeit da die meisten Zweibeiner außer Höhlen schrubben, Knochen abnagen und Massenkloppereien nicht viel zu tun hatten, gab es anderswo bereits Zivilisationen, wo man die Kunst der Magie und des Burgenbauens erlernt hatte. Doch egal wie zivilisiert diese Ahnen-Völker auch waren, das Böse lauerte auch unter ihren Reihen und ihre Burgen hatte genau die selben Innenausstatter, wie die Höhlen ihrer primitiven Mitmenschen.

“Für mich mich bitte
keine Versteinerung!“
Nachdem Akronos, in seiner Funktion als Stimme aus dem Off, ihr eine ellenlange Synopsis von Teil Eins liefert, soll seine Tochter Mila den großen Krieger Ator (Miles O’Keefe, ’Bo Dereks Tarzan’) aufsuchen. Diesen hat Tom, ein Mann der aus dem Osten kam (O-Ton und nebenbei ein ganz erbärmlicher Subotai/Akiro-Verschnitt) gelehrt, seine Kräfte so zu verfeinern, dass niemand ihm gewachsen sei.
Akronos’ zweiter Schüler, Zoran, entwickelte sich aus Mangel an Alternativen (Ator ist ja schon der Held) zum finsteren Unhold, der jetzt den ’großen Schlangengott’ anbetet (woher kennen wir das gleich?). Und wenn man vom Teufel spricht (der übrigens aussieht, wie ein Teenager, den man in eine Atilla-Kotüm gesteckt hat), kommt er mit seiner Horde halbaffiger Hunnen-Verschnitte herbeigeritten, um Akronos gefangen zu nehmen und ihm seine finsteren Pläne betreffs der Weltherrschaft zu unterbreiten (und nochmal rumzujammern, dass Ator ja immer dessen Lieblingschüler war und stets bevorzugt wurde).
Dieser ist inzwischen mit Tom und Mila unterwegs durch die Höhlen, die ich eingangs erwähnte und treffen/kloppen natürlich auch auf die dazu gehörigen Urmenschen.

Feuerzangenbowle auf barbarisch
Sie kommen aus den Höhlen raus und verdreschen im Wald ein paar andere Hoschis…
Sie kommen aus dem Wald raus und verdreschen ein paar Hoschis mehr…
usw. usf.
Zwischendurch gibt es immer wieder ein bissel Gelaber, um die Handlung voranzutreiben. Als sie in Ators Heimatdorf (5 Hütten im Steinbruch) ankommen, haben die Krieger des ’Schlangengottes’ schon hohe Opfer gefordert und unsere Helden tappsen direkt in eine Falle…

Liebe Trash/Barbarenfilmkenner; Was macht man, wenn man das halbe Budget für eine überdimensionale Gummischlange verschleudert hat, und trotzdem noch ein paar Monster braucht? Genau! Man lässt die Monster im Script einfach ’unsichtbar’ machen und die Helden in die Luft boxen, au weiha! Witzig auch der Para-Glider, dessen augenfällig moderne Struktur in einer (unnötig langen) Flugszene deutlich zu erkennen ist, der am Boden dann aber nur noch aus Holz und Stroh besteht.

Ja, das ist immer noch
ein Barbaren-Film.
Die Musik gehört zum Unerträglichsten, was das Barbaren-Trash Genre zu bieten hat. Es gibt Szenen, in denen dieselbe ’3 Noten-Tonfolge’ immer und immer wieder gespielt wird, was zuweilen arg an den Nerven zerrt.
Ich weiss nicht genau, was Miles O’Keefe ist/war; Männliches Model, Sport-Ass oder Surfer Dude? Ein Schauspieler ist er jedenfalls nicht. Da ist er aber in Joe D’Amatos (’Troll 3’) zweitem Sandalen-Streich in bester Gesellschaft. Die restlichen Darsteller sind nämlich mindestens genau so unbegabt wie der Six-Pack Blondi mit der ’Zottelpony vs Sportsocke’ Frisur.

’Ator – Der Unbesiegbare’ wird seinem Titel in keinster Weise gerecht und geht schon in der 2. Runde k.o. Wer aber nicht genug von Fell-Gamaschen, klirrenden Blechschwertern und Steinbruch-Epik bekommt, kann ruhig mal einen Versuch wagen.

Hudson