Atomic Thrill - FilmFlausen.de
                          




Atomic Thrill


‘I was young, reckless, and in love.
Then... I was DEAD, young, reckless, and in love.’


Originaltitel: I Was a Teenage Zombie (1987) Regie: John Elias Michalakis
Drehbuch: James Martin, Steve McKoy & George Seminara
Darsteller: Michael Rubin, Ignacio F. Iquino, George Seminara FSK: ungeprüft


“Wo bleibt der denn nur?“
“Ihr glaubt doch nicht, dass er die Stadt mit unserem Geld verlassen hat, oder?“
“Quatsch, der hat doch morgen Schule!“
“Das ist richtig, aber auch in anderen Städten gibt es Schulen, oder nicht?“

Diner Nerds in Zombietown

Die fünf Highschool-Dödel Dan, Gordy, Chuckie, Rosenkrantz und Lieberman haben mittelschwere Sorgen. Die Schule nervt, die Weiber wollen nicht anbießen und ihr hiesiger Pusher/Pimp mit dem wohlklingenden Namen Mussolini hat ihnen den übelsten aller Dope-Verschnitte vertickt. Angewidert und erzürnt hetzen sie mit Hilfe ihres halbstarken Kumpanen Burt in den Park und fordern ihr Geld zurück. Doch Mussolini will nur mit dem Messer antworten. Es kommt zu einer Prügelei und die Sorgen wandeln sich von mittelschwer zu ziemlich schwer, als Mussolini tot umfällt und die Jungs ihn im örtlichen Fluss versenken müssen, um ihre Spuren verschwinden zu lassen. Aus ziemlich schweren Sorgen werden verdammt schwere Sorgen, als folgende Nachricht im Radio ertönt:

Pimp my Pimp
“Heute wurde eine mysteriöse Schließung der Mohawk Point Nuklear-Anlage enthüllt. Lloyd Kaufman, ein ehemaliger Angestellter der Nuklear-Fabrik ist von Strahlung schwer verseucht worden. Eine Untersuchung hat ergeben, dass der Verseuchungsgrad des Flusses 15.000 rem beträgt.“
In einem radioaktiv verseuchten Fluss bleibt auch ein toter Zuhälter nicht lange tot und so entsteigt Mussolini bald mit frischer, grüner Gesichtsfarbe und übernatürlichen Superkräften den Fluten, um den fünf Freunden den Garaus zu machen. Nachdem er dabei Erfolg zu haben scheint und alle herkömmlichen Abwehr-Möglichkeiten nicht funktionieren, müssen die Jungs umdenken und den verseuchten Fluss zu ihrem Vorteil nutzen…

’Atomic Thrill’ aka ’I was a teenage Zombie’ ist endlich mal ein schräger Low Budget Zombie-Ulk aus den Achtzigern, der mir nicht das Gähnen aus der Kehle zog und über den ich stellenweise wirklich lachen konnte.
Ja, er ist furchtbar doof, hat seine Längen, bedient sich (l)eiernder Synthiemucke und derbster Fünfziger Jahre B-Movie Klischees, doch bedeckt er seine Mankos mit genügend Humor, einer Prise Gore und einer passenden deutschen Synchro, dass man ihm in Bierlaune alle Unzulänglichkeiten gerne verzeiht.

Geeehööööörrrn!
Vor allem die putzigen Protagonisten, die aus allen Highschool-Bevölkerungs-Klischees gecastet wurden (der Anführer, der lustige Sidekick, der Nerd, der Supernerd, der Dicke, der Punk etc.) mit ihren Sprüchen und dümmlichen Ideen wachsen dem geneigten Trash-Freund schnell ans Herz. Zwar verlangsamt sich der Drive im letzten Drittel gewaltig und die Macher schlagen eine Kelle Drama zuviel drauf, dafür gibt es aber eine irre FX-Szene (Stichwort Face Off!) und ein spaßiges Finale.
Wer Troma, und Achtziger Jahre Genre-Klamotten mag und wem ein Film nie zu billig oder deppert sein kann, der wird auch an ’Atomic Thrill’ seine Freude haben. Ein zweites ’Return of the Living Dead’ sollte man nicht erwarten, doch besser als seine Untoten-Comedy-Kollegen ’Dead Men Don’t Die’ und ’Beverly Hills Body Snatchers’ ist ’Atomic Thrill’ allemal.


Hudson