Astaron - Brut des Schreckens - FilmFlausen.de
                          




Astaron - Brut des Schreckens


‘You can feel them in your blood!’


Originaltitel: Contamination (1980) Regie & Drehbuch: Luigi Cozzi
Darsteller: Louise Marleau, Ian McCulloch, Marino Masé FSK: 18


Ein Geisterschiff fährt im Hafen von New York City ein. An Board sind alle tot, scheinbar durch eine säurehaltige Substanz um’s Leben gekommen. Neben den Leichen findet die Hafenpolizei seltsame grüne Schwämme, die beim Abtransport explodieren und auch ihre Träger durch ihren Inhalt ziemlich unappetitlich zerplatzen lassen.

"Ei, Ei, Ei!
Was seh ich da?"
Die Wissenschaftler sind ratlos, bis sie endlich mittels wirrer Dialoge darauf kommen, dass die Dinger wohl mit der letzten Raumfähre vom Marspol (!) auf die Erde chauffiert wurden. Colonel Stella Holmes (ja klar, 'ne Frau als Colonel, Anfang der 80er war echt alles drin!) nimmt Kontakt mit Commander Hubbard (Ian McCulloch, ’Woodoo – Schreckensinsel der Zombies’) auf, dem ehemaligen Piloten der Fähre, den bis dato alle für verrückt hielten, weil er behauptete, auf dem Mars eben jene Eier gesehen zu haben. Gemeinsam versuchen die beiden hinter das Geheimnis der Space-Sporen zu kommen und decken dabei eine Verschwörung auf, die zur Vernichtung der Menschheit führen könnte…

“Die Stunde ist gekommen!“
“Für wen?“
“Für den Zyklopen!“
“Den Zyklopen?“
“JA! Den…Zyklopen!“

Hilfe! Grüne Eier aus dem Weltall.
Sehen zwar aus, wie eine Melone, die man mit einer Spreewaldgurke gepaart hat, machen aber Geräusche, die sich anhören, als würde ein Asthmakranker ein Blasintrument stimmen. Was mir, gelinde gesagt, bald genauso tierisch auf die Nüsse ging, wie die dümmlich daher geplapperten Phrasen von Leading Lady Louise Marleau.

"Und hier werden die
berühmten Spreewald-
Gurken gezüchtet!"
Wenn wir schon beim Sound sind, machen wir gleich beim Score weiter. Score? Naja, die Stücke von ’Kultgruppe’ Goblin sind äußerst gewöhnungsbedürftig und ließen mich oft in der Erwartung, dass gleich ein ’Game Over’ auf den Bildschirm quietscht oder eine Disco-Lady mit dem Trällern loslegt.
An Abwechslung mangelt es dem Film nicht… leider trifft das nur auf die Kulissen und den Einfallsreichtum beim Mopsen von Ideen zu. Regisseur & Autor Luigi Cozzi (’Herkules’) klaut ungeniert bei Genre-Primus ’Alien’ und nimmt mittendrin einen seltsamen Schlenker in Richtung Spionage-Thriller, wie es auch schon in ’Barracuda’ zu sehen war.
Als dann zum Schluss Ober-Unwesen Astaron auf dem Bildschirm erscheint, gibt’s endlich was für die Monsterfans zu sehen. Auch Glotter-Freaks kommen auf ihre Kosten. Das Innerei-Zerplatze ist schon ziemlich grantig und für (unfreiwillige) Komik ist ebenso gesorgt, natürlich wieder vor allem im Dialog-Bereich (“Hilfe! Lasst mich raus! Hier ist ein Ei.“).

"Von ABBEISSEN war nie die Rede!"

’Ein Science-Fiction Schocker für ganz Abgebrühte!’ steht hinten auf der VHS. Naja... Wer gerne Menschen explodieren sieht, der kann es mal mit diesem Italo-Trash probieren. Alle anderen bleiben lieber auf der ’Nostromo’.

Hudson